28 March 2026, 18:15

Deutsche Autoexporte nach China brechen dramatisch ein – doch die Industrie kämpft zurück

Mercedes-Benz-Fabrik in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Straße, umgeben von Gras, Pflanzen, Bäumen, Gebäuden und Polen, einschließlich eines mit einem Logo, unter einem bewölkten Himmel.

Deutsche Autoexporte nach China brechen dramatisch ein – doch die Industrie kämpft zurück

Deutsche Autoexporte nach China seit 2020 stark eingebrochen

Die Ausfuhren sanken von rund 1,1 Millionen Fahrzeugen auf dem Höhepunkt auf etwa 790.000 im vergangenen Jahr. Für 2024 und 2025 werden weitere Rückgänge erwartet, da chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen ihre Produktion ausbauen und der wirtschaftliche Druck zunimmt.

Trotz dieser Herausforderungen betonen Experten, dass der deutsche Industriesektor keineswegs im Niedergang begriffen ist. Vielmehr vollzieht er einen tiefgreifenden Strukturwandel hin zu wachstumsstarken Produkten und Märkten.

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Automobilindustrie verliert in China stark an Boden Die Exporte halbierten sich innerhalb weniger Jahre – vor allem wegen der wachsenden Konkurrenz durch lokale E-Auto-Hersteller wie BYD. Nachfrageeinbrüche im Zuge der chinesischen Immobilienkrise sowie Vergeltungszölle als Reaktion auf EU-Anti-Subventionsermittlungen verschärften die Lage zusätzlich.

Doch umfassende Studien des ifo Instituts, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bertelsmann Stiftung widerlegen die These einer bevorstehenden Deindustrialisierung. Oliver Falck vom ifo Institut verweist auf positive Entwicklungen: So stammen mittlerweile 76 Prozent der Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes aus Branchen mit stetig steigender Nachfrage.

Strukturwandel statt Niedergang: Unternehmen setzen auf Zukunftsmärkte Viele Betriebe haben sich auf wachstumsstarke Produkte umgestellt – selbst in schwierigen Sektoren wie der Metallverarbeitung oder der Chemieindustrie. Die Automobilbranche jedoch tut sich mit diesem Wandel schwer. Forscher raten der Politik, Innovationen zu fördern statt veraltete Strukturen zu schützen.

Ein möglicher Lösungsansatz wäre, Produkte in Deutschland zu entwickeln, die Produktion aber ins Ausland zu verlagern. Dieses Modell könnte helfen, heimisches Know-how mit globaler Effizienz zu verbinden.

Fazit: Rückgang der Autoexporte spiegelt Branchenumbruch wider Die schwächeren Ausfuhren nach China sind Teil eines größeren Wandels. Doch die meisten Industrieunternehmen konzentrieren sich inzwischen auf gefragte Produkte – ein Zeichen für Anpassungsfähigkeit statt für Kollaps. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob dieser Strategiewechsel die Verluste in traditionellen Bereichen wie dem Automobilbau ausgleichen kann.

Quelle