Deutsche Bahn behebt Personalmangel in Stellwerken nach jahrelangen Problemen
Berndt MitschkeDeutsche Bahn behebt Personalmangel in Stellwerken nach jahrelangen Problemen
Deutschlands Bahnbetreiber hat den langjährigen Mangel an Stellwerkspersonal behoben
Nach Jahren mit Verspätungen und Zugausfällen meldet das Unternehmen nun bundesweit eine vollständige Personaldecke. Die Aufsichtsbehörden haben die Fortschritte anerkannt und weitere Strafzahlungen vorerst ausgesetzt.
Der anhaltende Personalmangel in Stellwerken und Leitstellen hatte zuvor zu massiven Behinderungen im Bahnverkehr geführt. Private Eisenbahnunternehmen und Branchenverbände kritisierten die Engpässe wiederholt – mit der Folge, dass die Bundesnetzagentur Bußgelder verhängte. Die Situation zwang die Deutsche Bahn schließlich zum Handeln.
Bis Dezember 2025 hatte DB InfraGO, die Infrastrukturtochter des Konzerns, rund 2.200 neue Fahrdienstleiter eingestellt und ausgebildet. Damit stieg die Personalzahl im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent. Seit Anfang 2026 hält das Unternehmen bundesweit eine durchschnittliche Personalauslastung von 100 Prozent.
Die Bundesnetzagentur hat die Verbesserungen inzwischen bestätigt. Zwar könne es vereinzelt noch zu Engpässen kommen, doch weitere Sanktionen seien vorerst vom Tisch. Nun konzentriere sich das Unternehmen darauf, Fachkräfte zu halten und veraltete Stellwerkstechnik zu modernisieren.
Die Personaloffensive hat bereits zu weniger Verspätungen und einem geringeren Ausfallrisiko geführt. Mit stabilen Personalkapazitäten plant der Bahnbetreiber, die Leit- und Sicherungstechnik weiter auszubauen – eine wichtige Voraussetzung für langfristig zuverlässige Zugverbindungen.






