17 March 2026, 00:12

Deutsche Bank und BII starten 150-Millionen-Initiative für Afrikas Handelsfinanzierung

Deutsche Banknote von Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft Berlin mit einer Vogeldarstellung.

Deutsche Bank und BII starten 150-Millionen-Initiative für Afrikas Handelsfinanzierung

Deutsche Bank und British International Investment gehen Partnerschaft ein, um Handelsfinanzierungslücke in Afrika zu schließen

Die Deutsche Bank hat sich mit der britischen Entwicklungsfinanzierungsgesellschaft British International Investment (BII) zusammengeschlossen, um die chronische Unterversorgung mit Handelsfinanzierungen in Afrika zu bekämpfen. Das neue Risikoteilungsprogramm über 150 Millionen US-Dollar markiert die erste formelle Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen. Ziel ist es, die Liquidität in unterversorgten Märkten auf dem gesamten Kontinent zu erhöhen.

Unterdessen notiert die Aktie der Deutschen Bank derzeit bei 25,80 Euro – rund 14 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Das Programm funktioniert als unfundiertes Risikobeteiligungsmodell: Die BII übernimmt dabei die Rolle eines finanziellen Rückhaltes und unterstützt lokale Partnerinstitute der Deutschen Bank. Diese Struktur soll das Risiko für Kreditgeber verringern und so mehr Handelsfinanzierungen in Afrika anregen.

Laut Schätzungen der Afrikanischen Entwicklungsbank beträgt die jährliche Finanzierungslücke im afrikanischen Handel rund 100 Milliarden US-Dollar. Kleinere Märkte wie Sambia, Äthiopien und Ruanda leiden besonders unter anhaltenden Liquiditätsengpässen. In den vergangenen fünf Jahren haben mindestens zwölf große internationale Banken – darunter Standard Chartered, Barclays, HSBC und Citigroup – ihr Engagement in Afrika reduziert oder sich vollständig aus Regionen wie Nigeria, Kenia, Südafrika und Ostafrika zurückgezogen.

In einer weiteren Personalentscheidung hat die Deutsche Bank Gerald Podobnik zum neuen Co-Leiter ihres globalen Firmenkundengeschäfts ernannt. Er übernimmt die Position von Ole Matthiessen. Michael Diederich bleibt weiterhin gemeinsam mit Podobnik für die Sparte verantwortlich.

Mit der 150-Millionen-Initiative will die Deutsche Bank afrikanischen Unternehmen den Zugang zu Handelsfinanzierungen erleichtern. Durch die Risikoteilung mit der BII strebt die Bank eine Stärkung der lokalen Bankennetzwerke an. Das Programm könnte dazu beitragen, eine dringende Finanzierungslücke in Regionen zu schließen, aus denen sich internationale Kreditgeber zurückgezogen haben.

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