08 May 2026, 08:09

Deutsche Logistikbranche kämpft 2024 mit Rekordinsolvenzen und Finanzkrisen

Liniendiagramm mit der Bezeichnung "Globaler Containerfrachtindex", das die jährlichen Containerfrachten mit unterschiedlich hohen Balken darstellt.

Deutsche Logistikbranche kämpft 2024 mit Rekordinsolvenzen und Finanzkrisen

Deutscher Transport- und Logistiksektor steht 2024 unter wachsendem Finanzdruck

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Im Jahr 2024 kämpft die deutsche Transport- und Logistikbranche mit zunehmender finanzieller Belastung. Immer mehr Unternehmen scheitern, und die Aussichten für das kommende Jahr haben sich weiter eingetrübt. Steigende Kosten und schrumpfende Gewinnspannen drängen viele Betriebe an den Rand des Ruins.

Allein in diesem Jahr meldeten 469 Logistikunternehmen in Deutschland Insolvenz an – ein Anstieg um 5,6 Prozent im Vergleich zu 2023. Die meisten arbeiten mit Gewinnmargen von unter drei Prozent, während die Lohnkosten weiter steigen. Hinzu kommt der Druck durch vorzufinanzierende Spritkosten, während Kunden Rechnungen oft erst nach 60 Tagen begleichen.

Besonders hart trifft es kleine und mittlere Speditionen: Hohe Dieselpreise und angespannte Liquidität setzen sie unter Druck. Zudem leidet der Sektor unter einem akuten Fahrermangel und den Kosten für die digitale Modernisierung. Weltweit wurden die Wachstumsprognosen für Transport und Logistik im Jahr 2025 auf 2,4 Prozent nach unten korrigiert – ein ganzer Prozentpunkt weniger als in früheren Schätzungen.

Sollten die Störungen in der Straße von Hormus länger als sechs Monate anhalten, könnte das globale Wachstum zum Erliegen kommen. In Deutschland rechnet man für das nächste Jahr mit einem Rückgang des Sektors um 2,1 Prozent. Zudem könnten die Lebensmittelpreise aufgrund höherer Energiekosten bald um bis zu zehn Prozent steigen.

Die Branche bereitet sich auf ein schwieriges Jahr 2025 vor. Mit steigenden Insolvenzzahlen, schrumpfenden Margen und wachsenden Risiken im Welthandel müssen sich die Unternehmen stark anstrengen, um über die Runden zu kommen. Höhere Kosten für Lebensmittel und Kraftstoffe werden die Belastung für Betriebe und Verbraucher voraussichtlich weiter verschärfen.

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