04 April 2026, 18:12

Deutsche Nationalmannschaft kämpft mit defensiven Pannen und taktischen Zweifeln vor der WM 2026

Gruppe von Männern in grünen T-Shirts auf einem Fußballfeld mit einem Ball und einem Tor, Bäume und Gebäude im Hintergrund.

Deutsche Nationalmannschaft kämpft mit defensiven Pannen und taktischen Zweifeln vor der WM 2026

Die deutsche Nationalmannschaft sieht sich nach einer Reihe schwacher Leistungen in den jüngsten Testspielen wachsender Kritik ausgesetzt. Trotz Stars wie Antonio Rüdiger und Jamal Musiala im Kader überlagern defensive Fehler und taktische Fragezeichen die Vorbereitungen auf die WM 2026. Bundestrainer Julian Nagelsmann räumt mittlerweile ein, dass die Aussichten weniger vielversprechend sind als noch vor einiger Zeit.

Die jüngsten Rückschläge begannen mit einem knappen 2:1-Sieg gegen Ghana, bei dem der eingewechselte Deniz Undav den späten Siegtreffer erzielte. Die Partie offenbarten erneut Deutschlands anhaltende Stürmerprobleme: Kai Havertz und Niclas Woltemade führten zwar die Offensive an, konnten aber nicht überzeugen. Selbst gegen eine wenig ambitionierte ghanaische Mannschaft wirkte Nagelsmanns Team in der Abwehr unsicher.

Gegen die Schweiz kassierte Deutschland drei Tore aus nur sieben Torabschlüssen. Defensive Patzer – darunter ein folgenschwerer Fehlpass von Nico Schlotterbeck – bescherte den Gegnern klare Torchancen. Kritiker monieren zudem Joshua Kimmichs ungewohnte Rolle als Rechtsverteidiger, die die Stabilität im Mittelfeld schwächt und die Abwehrkette angreifbar macht.

Nagelsmanns Taktik steht in der Kritik, zu offensiv ausgerichtet zu sein und dabei die defensive Balance zu vernachlässigen. Das defensive Mittelfeld, oft von Kimmich besetzt, wirkte anfällig, und personelle Entscheidungen – wie der Verzicht auf Kevin Andrich – sorgen für Verwunderung. Analysen zeigen zudem eine zunehmende Abhängigkeit von langen Bällen nach der Halbzeit sowie fragwürdige Positionszuweisungen, etwa bei Leon Goretzka.

Die Kontroversen beschränken sich nicht auf die Taktik. Stuart Attwell, der Schiedsrichter, der Deutschland gegen Ghana einen Handelfmeter zugesprochen hatte, war auch als VAR-Offizieller im Viertelfinale der EM 2024 im Einsatz – als ein klarer Elfmeter nicht gegeben wurde. Diese Widersprüche verstärken die Frustration über die Mannschaftsleistungen.

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Nagelsmann, einst für seine Anpassungsfähigkeit gelobt, wird nun für seine Sturheit kritisiert. Frühere Korrekturen, wie der Einsatz der defensiven Mittelfeldspieler Pascal Groß und Florian Stiller, verblassen angesichts anhaltender Abwehrschwächen. Sein Kommunikationsstil und die Weigerung, den Ansatz grundlegend zu ändern, schüren zusätzlich die Unzufriedenheit.

Die wackeligen Auftritte gegen bescheidene Gegner haben Deutschlands WM-Chancen beschädigt. Mit defensiven Fehlleistungen, taktischen Zweifeln und wachsendem Druck auf Nagelsmann geht das Team in die nächste Vorbereitungsphase – und hat mehr Fragen als Antworten. Ob es gelingt, diese Probleme zu lösen, wird entscheiden, ob die Mannschaft vor dem Turnier wieder Selbstvertrauen tanken kann.

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