DUH fordert bundesweites Tempolimit für weniger Spritverbrauch und Emissionen
Reingard FaustDUH fordert bundesweites Tempolimit für weniger Spritverbrauch und Emissionen
Die Umweltorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzt sich für ein flächendeckendes Tempolimit auf deutschen Straßen ein. Ihr Vorschlag sieht eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen vor. Nach Angaben der Organisation könnte diese Maßnahme den Kraftstoffverbrauch um Milliarden Liter pro Jahr senken.
Laut DUH ließe sich durch ein Tempolimit jährlich bis zu 4,7 Milliarden Liter Benzin und Diesel einsparen. Im Gegensatz zu anderen Maßnahmen könnte es schnell, fast ohne Kosten und ohne langwierige Debatten über Ausnahmen eingeführt werden. Die Organisation betont, dass es wirksamer wäre, den Spritverbrauch zu reduzieren, als autofreie Sonntage einzuführen.
Die Verkehrsexpertin der DUH, Dorothee Saar, äußerte sich zu den weiteren Auswirkungen autofreier Sonntage. Diese böten seltene Gelegenheiten, bei denen Menschen öffentliche Räume ohne den üblichen Lärm und die Abgase nutzen könnten. Solche Veranstaltungen würden verdeutlichen, wie sehr der Straßenverkehr den Alltag prägt – von der Luftqualität bis hin zum ständigen Verkehrslärm.
Dennoch bleibt das Tempolimit für die DUH die praktikabelste Lösung. Im Vergleich zu anderen Vorschlägen, die oft auf Hindernisse oder Verzögerungen stoßen, hebt die Organisation dessen Einfachheit hervor.
Falls umgesetzt, würden die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf allen Autobahnen und Landstraßen Deutschlands gelten. Die DUH rechnet mit erheblichen Kraftstoffeinsparungen und einer Verringerung der Emissionen. Der Vorschlag liegt nun den politischen Entscheidungsträgern zur Prüfung vor.






