12 June 2026, 12:08

EnBW will 20 Prozent des Lademarkts erobern – doch Netzengpässe drohen

EnBW konzentriert sich bei der Expansion nicht mehr nur auf die Anzahl der Ladepunkte

EnBW will 20 Prozent des Lademarkts erobern – doch Netzengpässe drohen

Die E-Mobilitätsbranche gewinnt wieder an Fahrt. Steigende Spritpreise, die auch durch den Iran-Konflikt angeheizt werden, haben das Interesse an Elektrofahrzeugen neu belebt. Vor diesem Hintergrund treibt EnBW den Ausbau seiner Position in diesem wachsenden Markt voran.

Seit etwas mehr als 100 Tagen leitet Martin Roemheld das Ladegeschäft von EnBW. Unter seiner Führung strebt das Unternehmen einen Marktanteil von 20 Prozent im Bereich der Ladeinfrastruktur an. Gleichzeitig will EnBW sowohl als E-Mobilitätsanbieter als auch als Betreiber von Ladestationen agieren.

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EnBW betreibt derzeit ein flächendeckendes Netz in Deutschland, wobei die Auslastung stark variiert: Einige Ladestationen sind stark frequentiert, andere werden kaum genutzt. Um mehr Kunden zu gewinnen, bietet das Unternehmen drei einfache Tarifmodelle an. Zudem ermöglicht es Roaming-Dienste für Fahrer, die ins Ausland reisen.

Das Unternehmen arbeitet an einer Stärkung seiner Marke, um die Produktqualität und die Netzabdeckung hervorzuheben. Dennoch bleibt die Netzanbindung die größte Hürde für eine weitere Expansion. Langfristig rechnet EnBW damit, dass weniger, dafür leistungsstärkere Ladeanschlüsse zum Standard werden.

EnBW positioniert sich für eine größere Rolle in der E-Mobilität – mit klarerem Markenauftritt, erweiterten Dienstleistungen und einem Fokus auf Schnellladetechnik. Doch trotz des erneuten Wachstums der Branche könnten Netzengpässe die Pläne bremsen.

Quelle