FC Erzgebirge Aue steht der Abstieg in die Regionalliga praktisch fest
Hilda Dussen vanAbstieg droht: Erzgebirge Aue verliert in Mannheim - FC Erzgebirge Aue steht der Abstieg in die Regionalliga praktisch fest
FC Erzgebirge Aue steht der Abstieg aus der 3. Liga nun praktisch fest. Am Samstag unterlag der Verein SV Waldhof Mannheim mit 1:2 und verlängerte damit eine sieglose Serie, die bereits im Dezember begonnen hatte. Mit nur noch acht ausstehenden Spielen könnte der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz bald zehn oder mehr Punkte betragen.
Aue ging zwar durch Marvin Stefaniaks Tor in der 44. Minute in Führung, doch zwei Treffer in der zweiten Halbzeit von Lovis Bierschenk und Terrence Boyd besiegelten Mannheims Sieg. Die Niederlage lässt die Mannschaft mit kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Drittklassigkeit zurück.
Die Probleme des Clubs reichen jedoch über die aktuelle Saison hinaus. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga 2022/23 steckte Aue in schweren finanziellen Turbulenzen – die Schulden beliefen sich Mitte 2023 auf über fünf Millionen Euro. Im Juli 2023 begannen Insolvenzverfahren, die zu einem Punktabzug und einem langen Sanierungsprozess führten.
Bis März 2024 gelang es der Eigenverwaltung, die Schulden auf unter eine Million Euro zu drücken. Zu den Maßnahmen zählten Gehaltsdeckelungen, ein Personalabbau von 20 Prozent sowie die Konzentration auf die Nachwuchsakademie. Fan-Crowdfunding brachte über 300.000 Euro ein, während neue Sponsoren wie Elkona und die Erzstiftung Unterstützung leisteten. Der Etat für die Saison 2025/26 liegt nun bei etwa 9,8 Millionen Euro – nahe am angestrebten Ziel von zehn Millionen Euro für einen möglichen Wiederaufstiegsversuch.
Trotz der Rückschläge hat der Vorstand Pläne bis Sommer 2027 vorgelegt. Ziel ist es, zentrale Strukturen und die professionelle Infrastruktur des Vereins auch nach dem Abstieg in die Regionalliga Südost zu erhalten.
Die unmittelbare Zukunft des Teams liegt nun in der Viertklassigkeit. Zwar haben finanzielle Sanierung und Umstrukturierung den Club stabilisiert, doch die sportlichen Ergebnisse haben das Schicksal besiegelt. Der Fokus liegt nun auf dem Neuaufbau für die Saison 2025/26 mit einem fast zehn Millionen Euro schweren Budget.






