21 March 2026, 22:08

McCormick will Knorr kaufen – Milliarden-Deal droht Lebensmittelbranche umzukrempeln

Ein Teller mit einem unbestimmten Lebensmittel.

McCormick will Knorr kaufen – Milliarden-Deal droht Lebensmittelbranche umzukrempeln

Der US-amerikanische Gewürzriese McCormick & Company verhandelt aktuell über den Kauf der bekannten deutschen Lebensmittelmarke Knorr. Der Deal könnte Milliarden wert sein und würde für Unilever, das Knorr seit dem Jahr 2000 besitzt, einen bedeutenden Strategiewechsel bedeuten. Sollte die Übernahme gelingen, würde sie den globalen Markt für Gewürze und Fertiggerichte neu ordnen.

Unilever hatte Knorr im Jahr 2000 übernommen, nachdem der Konzern zwei Jahre zuvor bereits dessen damaligen Mutterkonzern Bestfoods gekauft hatte. Seither ist die Marke ein zentraler Bestandteil der Lebensmittelsparte von Unilever geblieben – mit vier Produktionsstandorten, die bis heute in Deutschland betrieben werden. Nun jedoch strukturiert das Unternehmen unter Führung von CEO Fernando Fernandez sein Portfolio um, was zum möglichen Verkauf führt.

Der deutsche Markt für Fertiggerichte und Gewürzmischungen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen: von 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf voraussichtlich 2,8 Milliarden Euro bis 2025. Treibende Kräfte dieser Entwicklung sind die Nachfrage nach Convenience-Produkten, bedingt durch Single-Haushalte und den Boom des E-Commerce. Aktuell dominieren Trends zu Premium-Bio-Produkten, pflanzlichen Alternativen und Low-Carb-Angeboten – allerdings bleiben gesundheitliche Bedenken wegen Zusatzstoffen sowie steigende Preise Herausforderungen.

Für McCormick & Company, den weltweiten Marktführer im Bereich Gewürze und Saucen mit einem Jahresumsatz von knapp 7 Milliarden Dollar, wäre die Übernahme ein strategischer Gewinn. Der Deal würde die Position des Unternehmens in Europa stärken und helfen, den Druck zu mindern, dem große Lebensmittelkonzerne derzeit ausgesetzt sind. Unilever wiederum passt der mögliche Verkauf von Knorr in die Strategie, die Geschäfte zu straffen und sich auf die Kernmarken zu konzentrieren.

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Sollte der Verkauf abgeschlossen werden, wäre er einer der größten Deals der Lebensmittelbranche in diesem Jahr. McCormick würde damit eine Marke mit tiefen Wurzeln in Deutschland und einer starken Präsenz im Fertiggerichte-Segment übernehmen. Unilever hingegen würde seine Umstrukturierung weiter vorantreiben – ganz im Sinne des laufenden Restrukturierungsplans.

Quelle