18 April 2026, 14:15

Georg Restle attackiert ARD: "Großer Fehler" bei Umgang mit der AfD

Plakat für das 'Stimme der liberalen Muslime'-Radioprogramm, mit Bildern von Menschen mit Headsets und Mikrofonen in Unterhaltung.

Georg Restle attackiert ARD: "Großer Fehler" bei Umgang mit der AfD

ARD-Moderator Georg Restle kritisiert Umgang seines Arbeitgebers mit der rechtsextremen AfD

In einer Reihe unmissverständlicher Aussagen warf Restle dem Sender vor, einen "großen Fehler" begangen zu haben, indem die Sendezeit für sein investigatives Magazin Monitor gekürzt wurde. Seine Äußerungen richteten sich zudem gegen die Taktiken der Partei und die Rolle der Medien bei der Verharmlosung ihrer extremistischen Positionen.

Restle argumentierte, die Entscheidung der ARD, Monitor weniger Raum zu geben, untergrabe den Kernauftrag des Formats. Er warnte, dass eine unzureichende Auseinandersetzung mit der AfD schwerwiegende gesellschaftspolitische Folgen haben könne. Zudem behauptete der Journalist, dass Befürworter einer milderen Berichterstattung über die Partei innerhalb des Senders zu viel Einfluss gewonnen hätten.

Er stellte klar, dass die Ideologie der AfD nicht mit anderen politischen Meinungen gleichgesetzt werden dürfe. Restle nannte explizit Björn Höcke und erklärte, dieser werde in seiner Sendung nicht dieselbe Plattform erhalten wie demokratische Parteien – selbst nicht im Wahlkampf. Zugleich wies er die Vorstellung zurück, es gebe einen bedeutenden Unterschied zwischen Höckes Flügel und der AfD-Führung unter Alice Weidel und Tino Chrupalla.

Restle ging noch weiter und warf der AfD vor, ihre Stärke aus "gewaltbereitem Rechtsextremismus auf der Straße" zu ziehen. Er warnte vor der Strategie der Partei, die eigene Radikalität herunterzuspielen. Gleichzeitig kritisierte er Kollegen für ihr "Zögern", die AfD konsequent zu hinterfragen, und sprach von "starkem Gegenwind" für diejenigen, die es dennoch täten.

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Der Moderator richtete seinen Blick auch auf allgemeine Medientrends. Er argumentierte, dass eine bloße Wiedergabe globaler Krisen ohne Einordnung nur die öffentliche Verunsicherung schüre. Für Restle müsse Journalismus mehr leisten als passive Berichterstattung – er müsse erklären und einordnen, aber auch widersprechen.

Restles Aussagen spiegeln tiefe Konflikte wider, wie die ARD über die AfD berichtet. Seine Warnungen gehen über redaktionelle Entscheidungen hinaus und thematisieren die Gefahren einer schleichenden Normalisierung extremistischer Politik. Die Auseinandersetzung setzt den Sender nun unter Druck, vor künftigen Wahlberichterstattungen klar Position zu beziehen.

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