25 March 2026, 02:10

Grüne und CDU gleichauf: Baden-Württembergs Wahl bringt historische Verschiebungen

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Text.

Grüne und CDU gleichauf: Baden-Württembergs Wahl bringt historische Verschiebungen

Die jüngsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg haben die politische Landschaft neu geformt und vier große Parteien im Parlament zurückgelassen. Die Grünen konnten ihre Position als stärkste Kraft behaupten, verlieren jedoch an Sitzen, während die CDU Zuwächse verzeichnete und die AfD einen deutlichen Aufstieg erlebte. Die FDP hingegen scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde, verlor alle ihre Mandate und veranlasste die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner dazu, sich an ihre ehemaligen Wähler zu wenden.

Bei der Wahl in Baden-Württemberg 2026 sicherten sich die Grünen 30,2 Prozent der Stimmen, was ihnen 56 Sitze einbrachte – ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2021. Die CDU folgte knapp mit 29,7 Prozent und ebenfalls 56 Sitzen, ein Plus von 14 Mandaten gegenüber der vorherigen Wahl. Die AfD verzeichnete den größten Zuwachs und stieg auf 18,8 Prozent sowie 35 Sitze, fast eine Verdopplung ihrer Vertretung. Die SPD hingegen fiel auf 5,5 Prozent und nur noch 10 Sitze, neun weniger als zuvor. Die FDP, einst eine konstante Kraft, erhielt lediglich 4,4 Prozent der Stimmen und verlor alle 18 ihrer Sitze.

Die Gesamtzahl der Sitze im Landtag erhöhte sich auf 157, was die Verschiebungen in der Wählergunst widerspiegelt. Angesichts des Ausscheidens der FDP hat Brantner deren ehemalige Anhänger offen eingeladen, stattdessen die Grünen zu wählen. Sie argumentierte, liberale Werte – bei denen Bürger Eigenverantwortung tragen und der Staat sich nicht zu stark einmischt – seien im aktuellen politischen Klima Deutschlands bedroht.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Grünen einen solchen Appell richten. Der ehemalige Parteivorsitzende Cem Özdemir hatte bereits früher Ex-FDP-Wähler zum Seitenwechsel aufgefordert. Brantners jüngster Aufruf knüpft an diese Strategie an und präsentiert die Grünen als politische Heimat für alle, die an eine ausgewogene, liberale Demokratie glauben.

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Details zur Wahl in Rheinland-Pfalz bleiben vorerst unklar, da aktuelle Daten zur Sitzverteilung nicht vorliegen. Die letzte bestätigte Wahl dort fand 2021 statt, die nächste ist für 2026 geplant.

Die Wahlergebnisse in Baden-Württemberg hinterlassen Grünen und CDU mit gleicher Sitzzahl, während der Aufstieg der AfD und das Ausscheiden der FDP eine Verschiebung der Wählerprioritäten markieren. Brantners Werben um ehemalige FDP-Anhänger deutet darauf hin, dass die Grünen aktiv die Lücke füllen wollen, die der Niedergang der Partei hinterlassen hat. Das Ergebnis ebnet den Weg für eine zersplittertere politische Landschaft im Land.

Quelle