TU Ilmenau revolutioniert Industrie 5.0 mit KI und Mensch im Fokus
Reingard FaustTU Ilmenau revolutioniert Industrie 5.0 mit KI und Mensch im Fokus
Die Technische Universität Ilmenau hat ihr Projekt "Engineering for Smart Manufacturing" (E4SM) abgeschlossen – einen wichtigen Schritt in Richtung Industrie 5.0. Die Initiative konzentrierte sich darauf, den Menschen mit Hilfe KI-gestützter Lösungen wieder in den Mittelpunkt der Produktion zu rücken. Die Förderung in Höhe von drei Millionen Euro stammte von der Carl-Zeiss-Stiftung im Rahmen ihres Programms "CZS Breakthroughs".
Im E4SM-Projekt arbeiteten sieben Fachbereiche der TU Ilmenau zusammen. Sie kooperierten mit Industriepartnern wie dem Honda Research Institute Europe und der Robert Bosch GmbH. Ziel war die Entwicklung von Technologien, die speziell auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Thüringen zugeschnitten sind.
Ein zentraler Erfolg des Projekts ist ein KI-unterstütztes Laserstrahlschweißsystem, das teure Spannvorrichtungen überflüssig macht. Ein weiterer Durchbruch gelang mit einem 3D-Multi-View-Stereo-System, das eine sicherere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter ermöglicht.
Darüber hinaus entwickelte das Team eine interaktive visuelle Toolchain, mit der KMU KI-basierte Assistenzsysteme einfacher aufbauen können. Der im Projekt eingesetzte Roboter erkennt nun Montagevorgänge und unterstützt selbstständig repetitive Aufgaben.
Die Arbeit der TU Ilmenau entspricht den Prinzipien der Industrie 5.0, bei der menschliche Arbeitskräfte weiterhin im Mittelpunkt der Produktion stehen. Die Universität ist zudem an weiteren Thüringer Projekten wie TemGro, EmiMasch und AlPro beteiligt, die sich mit KI-gestützter Qualitätssicherung und effizienten Fertigungsprozessen befassen.
Das E4SM-Projekt hat praxistaugliche Werkzeuge für KMU hervorgebracht, darunter KI-gestützte Schweißtechnologien und Systeme für die Mensch-Roboter-Kollaboration. Diese Innovationen sollen die intelligente Fertigung zugänglicher und effizienter machen. Die Unterstützung durch die Carl-Zeiss-Stiftung unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Förderung von MINT-Bildung und industrieller Innovation.






