Halle 4 wird während der WM zum skurrilen Wettparadies für Fußballfans
Adriana HaufferHalle 4 wird während der WM zum skurrilen Wettparadies für Fußballfans
Halle 4 ist während der FIFA-Weltmeisterschaft zum lebendigen Wettzentrum geworden. Fans setzen auf alles – von Spielausgängen bis hin zu persönlichen Gefälligkeiten. Pro Partie werden hier mehr als drei Dutzend Wetten abgeschlossen.
Ein Fan wetten etwa um einen Döner mit Hasan, einen vollen Tank Sprit mit Hans und vier Sommerreifen mit Nedim. Urlaub ist während des Turniers für niemanden in der Gegend ein Thema – die schiere Menge an Wetten hält alle in Atem.
Das Eröffnungsspiel Deutschlands gegen Curaçao endete mit einem klaren 7:1-Sieg. Selbst der Autor zahlte seiner Tochter 15 Euro, damit sie für den Erfolg der Mannschaft betet. Trotzdem fühlt er sich vom Deutschen Fußball-Bund übergangen – trotz seiner finanziellen und spirituellen Unterstützung.
Versuche, den Spielausgang zu beeinflussen, sind weit verbreitet. Franck Ribéry betete einst vor einem Match, doch seine Mannschaft verlor trotzdem. Und die Geschichte zeigt: Die religiösesten Nationen haben die WM noch nie gewonnen.
Das Turnier hat Halle 4 zu einem Ort der Aktivität und des Aberglaubens gemacht. Wetten, Gebete und kreative Einsätze gehören nun zum Erlebnis dazu. Doch am Ende bleibt das Ergebnis auf dem Platz ungewiss – ganz gleich, wie sehr man sich abseits des Rasens bemüht.
