Kulturelle Szene setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburgs Kulturschaffende fordern radikale Klimawende bis 2040
Über 80 Kulturschaffende in Hamburg unterstützen eine neue Klimainitiative, die bis 2040 eine stadtweite Klimaneutralität erreichen will. Die unter dem Namen Hamburg Zukunftsentscheid geführte Kampagne fordert strengere Emissionsvorgaben und schnellere Maßnahmen als das bisherige Zieljahr 2045. Schauspieler:innen, Regisseur:innen und große Kulturinstitutionen haben sich hinter den Vorschlag gestellt.
Die Initiative plant eine Überarbeitung des Hamburger Klimaschutzgesetzes mit verschärften Kontrollen. Für zentrale Sektoren sollen jährliche CO₂-Obergrenzen festgelegt werden, die sich an der bestehenden Klimastrategie der Stadt orientieren. Werden die Ziele verfehlt, würden Notfallmaßnahmen greifen, um den Fortschritt wieder auf Kurs zu bringen.
Soziale Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt des Vorhabens. Die Kosten für energetische Sanierungen sollen so gesteuert werden, dass Mieter:innen nicht übermäßig belastet werden. Zudem sind regelmäßige Überprüfungen vorgesehen, um die Verantwortlichkeit zu gewährleisten.
Zu den prominenten Unterstützer:innen zählen die Schauspieler Bjarne Mädel, Maximilian Mundt und Lina Beckmann. Regisseur:innen wie Mirco Kreibich, Pheline Roggan und Pascal Houdus haben ebenfalls einen offenen Brief unterzeichnet. Führende Einrichtungen – darunter das Schauspielhaus, Kampnagel, das Ernst-Deutsch-Theater und die Hamburger Kunsthalle – haben die Kampagne öffentlich befürwortet.
Trotz der breiten Unterstützung hat bisher keine Kultureinrichtung offizielle Maßnahmen im Rahmen der Initiative umgesetzt. Stand März 2026 befindet sich der Vorschlag noch in der Phase der Interessenvertretung.
Der Hamburg Zukunftsentscheid fordert beschleunigte Klimaschutzmaßnahmen mit klaren Jahreszielen. Bei einer Umsetzung würde Hamburg sein Neutralitätsziel fünf Jahre früher als geplant erreichen. Nun wartet die Kampagne auf weitere politische und institutionelle Unterstützung, um ihre Vorschläge in konkrete Politik umzusetzen.






