Hammer Raumstylisten vor dem Aus: Alle Filialen schließen nach gescheiterter Rettung
Berndt MitschkeHammer Raumstylisten vor dem Aus: Alle Filialen schließen nach gescheiterter Rettung
Hammer Raumstylisten GmbH steht vor dem Aus im Einzelhandel nach gescheiterter Investorensuche
Nach dem Scheitern der Suche nach einem Käufer steht die Hammer Raumstylisten GmbH vor dem Ende ihrer Einzelhandelsaktivitäten. Das Unternehmen war im Januar in die vorläufige Insolvenz gegangen; das offizielle Verfahren beginnt am 1. April. Ohne eine Rettungslösung werden die verbleibenden Filialen geschlossen – Abverkäufe zur Liquiditätsbeschaffung haben bereits begonnen.
Das Insolvenzverfahren wurde am 27. Januar eingeleitet, als das Amtsgericht Bielefeld Stefan Meyer von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte. Zu diesem Zeitpunkt betrieben Hammer noch 87 Filialen in ganz Deutschland. Die von Dr. Marcus Backes von Dr. Wieselhuber & Partner geführten Bemühungen, eine Lösung zu finden, umfassten die Kontaktaufnahme mit über 300 potenziellen Investoren. Doch das Interesse blieb aufgrund der angespannten finanziellen Lage des Unternehmens und der schwierigen Marktbedingungen gering.
Verhandlungen mit den letzten beiden möglichen Käufern scheiterten, sodass keine tragfähige Option blieb, um den Betrieb fortzuführen. In der Folge wurden 46 Filialen ohne Übernahmeperspektive am 16. März geschlossen; dort begannen sofort Räumungsverkäufe. Die verbleibenden 41 Standorte folgen am 1. April – eine Maßnahme, um die Zahl der offenen Geschäfte zu reduzieren und die Liquidität zu sichern.
Die Löhne der rund 1.100 Mitarbeiter werden bis März 2026 durch Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Dennoch kann das Unternehmen ohne drastische Kostensenkungen den Betrieb über den April hinaus nicht aufrechterhalten. Das Ziel, das Geschäft als Fachhändler mit möglichst vielen Standorten zu erhalten, scheint damit unwahrscheinlich.
Mit Beginn des offiziellen Insolvenzverfahrens am 1. April steht die Schließung der letzten Hammer-Filialen bevor. Die Abverkäufe sollen zwar noch Mittel generieren, doch die Zukunft des Unternehmens im Einzelhandel bleibt ungewiss. Die Mitarbeiter erhalten zwar vorerst weiter Insolvenzgeld, eine langfristige Jobperspektive ist jedoch nicht mehr gegeben.






