16 March 2026, 18:19

Hapag-Lloyd kämpft mit Lieferketten-Krise durch Umfahrung des Roten Meeres

Eine große Anzahl von gestapelten Seecontainern hinter einem Maschendrahtzaun, mit einer Straße unten und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Hapag-Lloyd kämpft mit Lieferketten-Krise durch Umfahrung des Roten Meeres

Hapag-Lloyd sieht sich mit massiven Störungen seiner Schifffahrtsrouten konfrontiert, nachdem monatelange geopolitische Spannungen die Lieferketten belasten. Das Unternehmen leitet Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung um, um Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer zu vermeiden. Die Umleitungen führen zu Verzögerungen, höheren Kosten und zusätzlichem Druck auf die globalen Lieferketten.

Trotz der anhaltenden Instabilität steigt der Aktienkurs des Konzerns, was auf das Vertrauen der Anleger hindeutet. Gegen Ende 2023 hatte Hapag-Lloyd begonnen, Schiffe vom Suezkanal fernzuhalten, nachdem die Angriffe im Roten Meer eskaliert waren. Die Umfahrung des Kaps verlängert jede Reise um 10 bis 14 Tage. Um den Handel aufrechtzuerhalten, setzt das Unternehmen zusätzliche Schiffe ein – doch das treibt die Frachtkosten in die Höhe und bindet Kapazitäten.

Auch im Persischen Golf zwingen die aktuellen Entwicklungen die Branche zu kurzfristigen Routenänderungen. Die Versicherungsprämien sind gestiegen, und der Vorfall mit dem gecharterten Frachter Source Blessing unterstreicht die wachsenden Risiken für die globale Logistik. Die Unternehmensführung von Hapag-Lloyd konzentriert sich nun auf die Optimierung der Flotte, um schwankende Spritpreise und eine unberechenbare Nachfrage zu bewältigen.

Trotz dieser Herausforderungen hat sich der Aktienkurs seit Januar um etwa 24,6 % erholt. Allein in den letzten 30 Tagen legte er um über 20 % zu und erreichte 145,20 Euro. Ein genaueres Bild der finanziellen Lage wird der vollständige Geschäftsbericht 2025 liefern, der am 26. März 2026 veröffentlicht wird.

Die Umleitungen haben die Transitzeiten verlängert und die Betriebskosten erhöht. Hapag-Lloyd passt weiterhin Flotte und Dienstleistungen an, um die Handelsrouten offenzuhalten. Der anstehende Jahresbericht wird weitere Einblicke in die Erträge und die Strategie des Unternehmens für 2026 geben.

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