Hessen: 290.000 Euro für neues Logo – war das Geld gut investiert?
Adriana HaufferHessen: 290.000 Euro für neues Logo – war das Geld gut investiert?
Der Hessische Steuerzahlerbund prüft das jüngste Rebranding-Projekt der Landesregierung. Es gibt Fragen, ob die 290.000 Euro, die für das neue Corporate Design ausgegeben wurden, gerechtfertigt sind. Die Vereinigung untersucht nun, ob die Kosten einen echten öffentlichen Mehrwert bieten.
Die Staatskanzlei bestätigte, dass die Entwicklung der neuen visuellen Identität rund 290.000 Euro gekostet habe. Die vollständigen Umsetzungskosten bleiben jedoch unklar. Joachim Papendick, Vorsitzender des Verbands, argumentierte, dass solche Ausgaben in Zeiten finanzieller Belastung und steigender Schulden nur schwer zu vertreten seien.
Der Steuerzahlerbund betonte, dass öffentliche Mittel in Bereiche fließen sollten, die direkte Vorteile bringen – etwa Schulen, Straßen oder Sicherheit. Zwar erkenne man die Notwendigkeit eines modernen Erscheinungsbildes an, doch müsse Steuergeld verantwortungsvoll eingesetzt werden. Sollten die Kosten als überzogen eingestuft werden, könnte das Projekt in den jährlichen Bericht "Geldverschwendung: Das Schwarzbuch" aufgenommen werden.
In den verfügbaren Unterlagen sind keine kürzlichen Landesprojekte mit vergleichbaren oder höheren Budgets dokumentiert. Der Steuerzahlerbund wird nun analysieren, ob die Vorteile des Rebrandings dem getätigten Investment entsprechen. Die Untersuchung soll klären, ob die Ausgaben angemessen waren. Werden sie als verschwendet eingestuft, könnte das Projekt im jährlichen Verschwendungsbericht der Vereinigung hervorgehoben werden. Das Ergebnis könnte beeinflussen, wie die Landesregierung künftig Mittel für ähnliche Vorhaben verteilt.






