IHK Halle-Dessau stellt wirtschaftliche Forderungen für die Landtagswahl 2026 vor
Adriana HaufferIHK Halle-Dessau stellt wirtschaftliche Forderungen für die Landtagswahl 2026 vor
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre Prioritäten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 vorgelegt. In einem am 25. März 2026 verabschiedeten Positionspapier benennt die Kammer zentrale wirtschaftliche Forderungen – von der Sicherung von Fachkräften bis hin zu einer verbesserten Energiepolitik. Das Dokument soll die Debatten im Vorfeld der Wahl prägen, indem es die Herausforderungen der regionalen Wirtschaft aufgreift.
Ein Schwerpunkt des Papiers liegt auf der Bekämpfung des Fachkräftemangels. Die IHK fordert eine bessere Ausschöpfung des vorhandenen Arbeitskräftepotenzials, klarere Berufsorientierung sowie höhere Anforderungen an erwerbsfähige Personen. Gleichzeitig betont die Kammer den Bedarf an langfristiger Finanzierung und beschleunigten Genehmigungsverfahren, um die Modernisierung von Verkehrs-, Digital- und Versorgungsnetzen voranzutreiben.
Im Energiesektor pocht die IHK auf eine verlässliche und bezahlbare Versorgung. Sie spricht sich für technologieneutrale Wasserstofflösungen und die Förderung von CO₂-Abscheidungsprojekten aus. Zudem soll der Erhalt industrieller Standorte gesichert werden – darunter auch das Kraftwerk Schkopau. Bei der Innovation setzt die Kammer auf maßgeschneiderte Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen sowie einen verbesserten Technologietransfer.
Ein weiteres zentrales Thema bleibt die Bürokratie. Die IHK verlangt eine systematische Überprüfung von Verwaltungsaufgaben sowie schlanke, praxisnahere Gesetzgebungen. Im Außenhandel wirbt sie für aktive Unterstützung von Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte und bekräftigt ihr Bekenntnis zu Freihandel und diplomatischen Lösungen.
Die IHK plant, das Papier als Grundlage für den Dialog mit Parteien, Kandidat:innen und der Öffentlichkeit zu nutzen. Bisher haben sich keine politischen Akteure in Sachsen-Anhalt zu den Forderungen geäußert.
Das Positionspapier skizziert klare wirtschaftliche Leitlinien für die anstehende Wahl. Es behandelt Themen wie Fachkräfte, Energie, Infrastruktur und Bürokratieabbau – mit dem Ziel, die politische Diskussion zu prägen. Nun wird die IHK darauf hinarbeiten, diese Anforderungen in die breitere Wahlkampfdiskussion einzubringen.






