21 March 2026, 12:09

Joachim Wanke – ein Kirchenmann der Einheit und des Wandels wird beigesetzt

Schwarz-weiß-Foto einer Trauerfeier in einer Kirche mit Menschen auf dem Boden, Blumensträuße auf beiden Seiten der Treppe zum Altar, Säulen, Lichter und einem Kronleuchter.

Former Bishop Buried - Tribute to Influential Tenure - Joachim Wanke – ein Kirchenmann der Einheit und des Wandels wird beigesetzt

Joachim Wanke, emeritierter Bischof und über drei Jahrzehnte lang Leiter des Erzbistums Erfurt, ist im Alter von 84 Jahren beigesetzt worden. Hunderte Trauergäste, darunter zahlreiche Persönlichkeiten, versammelten sich im Erfurter Dom zu einer feierlichen Abschiedsfeier, die von würdevollen Ehrungen und besinnlichen Momenten geprägt war.

Wanke verstarb am 12. März und hinterlässt ein Erbe tiefgreifender Führung in der Kirche. Von 1981 bis 2012 leitete er das Erfurter Bistumsgebiet, das 1994 unter seiner Ägide zum Bistum erhoben wurde. Sein Wirken war geprägt von flachen Hierarchien, persönlicher Nähe zu den Menschen und einem realistischen Blick auf die Herausforderungen – geprägt nicht zuletzt von der Geschichte der Region in der ehemaligen DDR.

Während seiner Amtszeit stärkte Wanke den Zusammenhalt in der Gemeinschaft und förderte die gesellschaftliche Integration. Er agierte als Brückenbauer, der Suchende, entfremdete Gläubige und andere Konfessionen gleichermaßen anspricht. Sein Engagement galt der Gerechtigkeit, dem Frieden und der Bewahrung der Schöpfung, stets verbunden mit theologischer Klarheit und einem Fokus auf die Lebenswirklichkeit der Menschen.

Die Requiemmesse im Erfurter Dom war so gut besucht, dass sie in die benachbarte Severikirche übertragen werden musste. Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg, hielt die Predigt und würdigte Wankes Mut und Kreativität beim Wandel der Kirche. Besonders hob er die Rolle des Verstorbenen bei der Prägung des kirchlichen Platzes in der Gesellschaft hervor.

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Nach dem Gottesdienst wurde Wankes Sarg in einer Prozession vom Dom in den Kreuzgang überführt, wo die Beisetzung stattfand. Die Zeremonie bildete den Abschluss einer Ära und den letzten Abschied von einem Kirchenmann, der für seine Vision und Hingabe in Erinnerung bleibt.

Mit der Beisetzung im Erfurter Dom schließt sich ein Kapitel für das Bistum, das Wanke maßgeblich mitgestaltet hat. Sein Wirken hinterlässt bleibende Spuren in der Struktur der Diözese, in der Gemeinschaftsarbeit und im Dialog mit der Gesellschaft. Die große Teilnahme an seiner Trauerfeier unterstrich den Respekt und die Wertschätzung, die er sich in Jahrzehnten des Dienstes erworben hat.

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