Kostenloses Open-Source-Tool senkt Energiekosten um bis zu 30 Prozent
Adriana HaufferKostenloses Open-Source-Tool senkt Energiekosten um bis zu 30 Prozent
Open-Source-Tool WattAdvisor hilft Unternehmen, Energiekosten um bis zu 30 % zu senken
Ein neues Open-Source-Tool mit dem Namen WattAdvisor unterstützt Unternehmen dabei, ihre Energiekosten um bis zu 30 Prozent zu reduzieren. Entwickelt wurde die Software vom Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB-AST). Sie optimiert Energiesysteme für Industrie, Handel und kommunale Versorger. Das Tool steht nun unter der Eclipse Distribution License v1.0 kostenfrei zur Verfügung, der Quellcode ist auf GitHub hosted.
WattAdvisor entstand als Reaktion auf die wachsenden Herausforderungen im Energiemanagement. Steigende Energiepreise, Dekarbonisierungsbestrebungen und der Umstieg auf photovoltaische Eigenversorgung machen die Energieplanung zunehmend komplexer. Die auf Python basierende Software analysiert Investitions- und Betriebskosten und gleicht gleichzeitig Energieangebot und -nachfrage aus.
Die Anwendung unterstützt eine breite Palette an Energiekomponenten, darunter Blockheizkraftwerke (BHKW), Dach- und Freiflächen-Solaranlagen, Netzstrom, solarthermische Systeme, Gasheizungen und Wärmepumpen. Zudem modelliert sie den Energiebedarf, um die kostengünstigste Konfiguration zu ermitteln.
Das Unternehmen HVW Holzverarbeitung GmbH hat mit WattAdvisor bereits Einsparungen von über 30 Prozent bei den Energiekosten erzielt. Prof. Peter Bretschneider, Leiter der Abteilung Kognitive Energiesysteme am Fraunhofer IOSB-AST, sieht in dem Tool einen wichtigen Schritt hin zu einer dekabonisierten, vollelektrischen Gesellschaft.
WattAdvisor ist nun als Open-Source-Lösung zugänglich und ermöglicht es Unternehmen, die Software für ihre Bedürfnisse zu testen und anzupassen. Die Fähigkeit des Tools, Energiesysteme zu optimieren, könnte weiteren Organisationen helfen, Kosten und Emissionen zu reduzieren. Die Veröffentlichung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Energieeffizienz für Branchen mit steigenden Preisen und Nachhaltigkeitszielen immer wichtiger wird.






