16 March 2026, 18:19

Leipzigs Kampf gegen höhere Kosten für Personalausweise eskaliert

Ein altes Dokument mit Handschrift, das ein deutsches Regierungszertifikat mit Text und einem Logo oben zeigt.

Leipzig streitet mit Bundesregierung über gestiegene Kosten für Personalausweise - Leipzigs Kampf gegen höhere Kosten für Personalausweise eskaliert

Leipzig stellt die höheren Produktionskosten für Personalausweise in Frage, die von der Bundesdruckerei erhoben werden. Die Stadt argumentiert, dass der Bund die vollen Kosten tragen sollte – und nicht die Kommunen. Oberbürgermeister Burkhard Jung nimmt in dieser Frage eine klare Haltung ein und fordert eine Anpassung der Gebühren an die gestiegenen Kosten.

Streitpunkt ist die Differenz zwischen dem Preis, den die Bundesdruckerei berechnet, und dem Betrag, den die Kommunen rechtlich an die Antragsteller weitergeben dürfen. Für unter 24-Jährige verlangt die Behörde 29,61 Euro pro Ausweis, während die Städte nur 27,60 Euro in Rechnung stellen dürfen. Für Leipzig bleibt so eine Deckungslücke von 2,01 Euro pro Karte – was jährlich etwa 170.000 Euro ausmacht.

Das Bundesinnenministerium verteidigt die Preissetzung mit einer "gemischten Kostenkalkulation" nach Altersgruppen. Doch der Deutsche Städtetag unterstützt Leipzigs Position und betont, dass die Kommunen nicht für Preiserhöhungen des Bundes aufkommen sollten.

Jung stellte unmissverständlich klar: "Wer bestellt, muss auch zahlen – wenn der Bund die Druckkosten erhöht, müssen die Gebühren angepasst werden." Der Städtetag wirft zudem die Frage auf, ob das Pass- und Ausweissystem nicht zentraler gesteuert werden sollte, um solche finanziellen Ungleichgewichte zu vermeiden.

Leipzigs Widerstand verdeutlicht die wachsenden Spannungen zwischen Kommunen und Bund bei der Finanzierungsverantwortung. Ohne Änderungen wird die Stadt weiterhin ein jährliches Minus von 170.000 Euro verkraften müssen. Das Ergebnis könnte prägend dafür sein, wie andere Kommunen künftig mit ähnlichen Kostendruck umgehen.

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