Leipzigs S-Bahn-Netz wächst: Mehr Züge und neue Strecken ab 2026
Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat Pläne zur Ausweitung des S-Bahn-Angebots in der Region genehmigt. Der Schritt ist eine Reaktion auf die steigende Nachfrage, die mit der Einführung des Deutschlandtickets zusammenhängt. Die Finanzierung der Ausbauvorhaben erfolgt aus nicht genutzten Budgets gestrichener Bauprojekte der DB InfraGO AG.
Die Änderungen umfassen dichtere Takte auf mehreren wichtigen Strecken, neue Haltepunkte und verlängerte Linien, die ab Dezember 2026 in Betrieb gehen sollen. Die ZVNL-Versammlung hat einen detaillierten Maßnahmenplan für die Jahre 2027 bis 2030 verabschiedet. Dazu gehören Infrastrukturverbesserungen wie barrierefreie Zugänge und modernisierte Bike-and-Ride-Anlagen. Im Mittelpunkt steht die Entlastung überfüllter Strecken und die Bewältigung des wachsenden Fahrgastaufkommens.
Auf der S4-Linie werden montags bis freitags sechs zusätzliche Rundfahrten und am Wochenende drei weitere zwischen Torgau und Falkenberg verkehren. Zwei dieser verlängerten Verbindungen binden zudem Taucha an Torgau an. Ein weiterer neuer S4-Zug wird die Strecke Torgau–CTL (Leipzig/Halle Airport)–Wurzen bedienen.
Die S3-Linie erhält zwei zusätzliche Rundkurse zwischen Halle, Schkeuditz, CTL (Flughafen Leipzig/Halle) und Borna. Gleichzeitig wird die S2-Linie über Leipzig-Connewitz hinaus bis Markkleeberg-Gaschwitz verlängert – ebenfalls ab Dezember 2026.
Für die S5-Linie ist eine zusätzliche Verbindung zwischen Leipzig-Connewitz, CTL und Halle geplant. Die S1-Linie wird vier weitere Rundfahrten erhalten, die Leipzig Miltitzer Allee, CTL und Leipzig-Stötteritz verbinden.
Aktuell liegen noch keine Daten zu Fahrgastzahlen oder Auslastungsveränderungen bei den Linien S3 und S5 vor. Da der aktuelle Stand April 2026 ist, lassen sich die Auswirkungen der ab Dezember 2026 geplanten Erweiterungen noch nicht abschätzen. Ziel der Ausbaumaßnahmen ist es, Überfüllungen zu reduzieren und Pendlerinnen und Pendlern bessere Reiseoptionen zu bieten. Mit den aus nicht genutzten Bauetats umgeschichteten Mitteln wird der ZVNL-Plan schrittweise ab Ende 2026 umgesetzt. Die Änderungen markieren einen wichtigen Schritt, um das Leipziger Verkehrsnetz an die gestiegene Nachfrage anzupassen.






