Lufthansa streicht Brückenzahlungen für Piloten – neues Rentenmodell vorgeschlagen
Reingard FaustLufthansa schlägt neues Deal zu Pilotenkonten vor - Lufthansa streicht Brückenzahlungen für Piloten – neues Rentenmodell vorgeschlagen
Lufthansa legt neuen Rentenkompromiss für Piloten vor – Abschaffung der Frühverrentungs-Brückenzahlungen geplant
Die Lufthansa hat ihren Piloten ein neues Rentenmodell vorgeschlagen, mit dem die sogenannten Brückenzahlungen für Frühverrentete schrittweise abgeschafft werden sollen. Die Airline begründet dies damit, dass das aktuelle System veraltet sei, da es für Beschäftigte, die bis zum regulären Rentenalter von 65 Jahren fliegen, nicht mehr greife. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat das Angebot erhalten und wird es nun detailliert prüfen.
Bisher erhalten Piloten, die vor dem 65. Lebensjahr in den Ruhestand gehen, Brückenzahlungen, um die Lücke bis zum Beginn der gesetzlichen Rente zu überbrücken. Lufthansa argumentiert, dass diese Leistung für diejenigen entfalle, die bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter im Cockpit bleiben. Stattdessen schlägt das Unternehmen vor, die Mittel umzuschichten, um die regulären Rentenansprüche aller Piloten um bis zu 50 Prozent zu erhöhen.
Gleichzeitig garantiert der Vorschlag, dass Kollegen, die bereits kurz vor dem Anspruch auf Brückenzahlungen stehen, diese weiterhin erhalten. Lufthansa verweist auf andere große Airlines wie KLM und British Airways, die ähnliche Frühverrentungsregelungen bereits abgeschafft haben. So führte KLM in den vergangenen fünf Jahren ein hybrides Rentensystem ein, das leistungsorientierte Beiträge mit Risikoteilung kombiniert, während British Airways 2023 vollständig auf ein beitragsdefiniertes Modell umstellte.
Die VC-Gewerkschaft hat diese Entwicklungen als Maßstab hervorgehoben und betont, dass sowohl das Collective Defined Contribution (CDC)-Modell von KLM als auch das Career Average Revalued Earnings (CARE)-System von British Airways Kostenkontrolle mit kollektiven Elementen verbinden. Der aktuelle Lufthansa-Vorschlag folge diesem Trend und ziele auf eine nachhaltigere Altersvorsorge ab, ohne gemeinsame Leistungsbestandteile vollständig abzuschaffen.
Der Verhandlungsausschuss der Gewerkschaft wird das Angebot nun bewerten, bevor weitere Gespräche folgen. Sollte der Kompromiss angenommen werden, würde dies eine deutliche Wende in der Rentenpolitik der Lufthansa für ihre Piloten bedeuten. Der Plan spiegelt zudem eine branchenweite Entwicklung wider, die auf integrierte Rentensysteme ohne Frühverrentungs-Zuschläge setzt.






