NATO stärkt Luftverteidigung an östlicher Flanke mit Initiative "Eastern Sentry"
Adriana HaufferNATO stärkt Luftverteidigung an östlicher Flanke mit Initiative "Eastern Sentry"
Natos höchster Militärvertreter besucht Ramstein – Luftverteidigung im Fokus
Der höchste Militärvertreter der NATO, Admiral Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des Militärausschusses, besuchte am 25. und 26. März den Luftwaffenstützpunkt Ramstein, um die Luftverteidigungsfähigkeiten des Bündnisses zu bewerten. Cavo Dragone leitete Gespräche zur Stärkung der Abschreckung an der östlichen Flanke. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Frage, wie integrierte Systeme und gemeinsame Operationen die Sicherheit im gesamten Bündnisgebiet gewährleisten.
Während des zweitägigen Aufenthalts prüfte der Admiral den integrierten NATO-Luft- und Raketenabwehrverbund (Integrated Air and Missile Defence). Dieses System vereint Luftraumüberwachung, Abwehr ballistischer Raketen und permanente Aufklärung, um die Mitgliedsstaaten zu schützen. Erörtert wurde zudem die Initiative "Eastern Sentry", die im September 2025 gestartet wurde, um die Luftverteidigung von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer auszubauen.
An "Eastern Sentry" sind Kampfflugzeuge, Aufklärungsmaschinen und bodengestützte Systeme beteiligt, die die östliche NATO-Grenze sichern sollen. Deutschland hat im Rahmen der Operation bereits Eurofighter nach Polen verlegt. Ziel des Programms ist es, neue Bedrohungen – darunter Einweg-Angriffsdrohen – abzuwehren und gleichzeitig die Zusammenarbeit der Verbündeten zu verbessern.
Generalleutnant Jason T. Hinds, Kommandeur des Allied Air Command, betonte die Notwendigkeit von Anpassungsfähigkeit angesichts aktueller und künftiger Risiken. Er hob die Bedeutung von laufenden Übungen, Einsatzbereitschaft und Taktiken wie dem Konzept der "Agile Combat Employment" (flexible Gefechtsführung) für die Widerstandsfähigkeit des Bündnisses hervor. Der Besuch unterstrich zudem, wie entscheidend Vertrauen und Zusammenhalt unter den Verbündeten in modernen Kriegsszenarien sind.
Die Gespräche in Ramstein bestätigten das Bekenntnis der NATO, die Luftverteidigung durch gemeinsame Anstrengungen weiter zu stärken. Das Allied Air Command wird weiterhin nationale Kapazitäten nutzen, um sich auf sich wandelnde Bedrohungen einzustellen. Die Initiative "Eastern Sentry" bleibt ein zentraler Baustein der Bündnisstrategie zum Schutz der östlichen Flanke.






