23 March 2026, 10:12

Osnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Cyberkriminalität und Messerbedrohungen

Balkendiagramm mit der Überschrift "Kriminalitätsrate in London pro 1.000 Einwohner von 2015/16 bis 2022/23", das die Kriminalitätszahlen in Italien von 2015 bis 2022 auf einem weißen Hintergrund zeigt.

Osnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Cyberkriminalität und Messerbedrohungen

In Osnabrück ist die Zahl der gemeldeten Straftaten im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen: 2025 verzeichnete die Stadt einen Rückgang um 2 %. Insgesamt wurden 81.539 Delikte registriert, was einen langfristigen Abwärtstrend fortsetzt – seit 2005 ist die Kriminalität um 23.000 Fälle gesunken. Dennoch bleiben bestimmte Bereiche wie Cyberkriminalität und Gewaltstraftaten für die lokalen Behörden eine drängende Herausforderung.

Die Cyberkriminalität in Osnabrück stieg in den letzten fünf Jahren um etwa 25 % an, ein geringerer Anstieg als der Landesdurchschnitt von 35 %. Während benachbarte Städte wie Hannover (+45 %) und Braunschweig (+38 %) deutlich stärkere Zuwächse verzeichneten, lag das Wachstum in ländlichen Regionen wie der Lüneburger Heide bei nur 15 %. Ein besonderes Problem bleibt die Verbreitung pornografischen Materials über Messengerdienste und soziale Medien: 2025 wurden 867 solche Fälle erfasst.

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Gewaltdelikte blieben ein zentraler Schwerpunkt – 2025 gab es 14.568 Straftaten, darunter fast 10.000 Fälle von Körperverletzung. Messerangriffe oder -drohungen stiegen auf 438 Vorfälle, wobei es sich meist um Bedrohungen und nicht um tatsächliche Angriffe handelte. Besonders Aufmerksamkeit erregten im vergangenen Jahr zwei mutmaßliche Tötungsdelikte im häuslichen Umfeld.

Die Fallzahlen bei häuslicher Gewalt blieben mit 4.893 Delikten auf hohem Niveau und zeigten keine nennenswerten Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren. Straftaten von Jugendlichen unter 18 Jahren gingen leicht zurück und beliefen sich auf 5.868 Fälle. Allerdings stieg die Zahl der kindlichen Tatverdächtigen unter 14 Jahren, während die Gruppe der jugendlichen Verdächtigen zwischen 14 und 18 Jahren schrumpfte.

Insgesamt sinkt die Kriminalitätsrate in Osnabrück weiter und liegt damit 23.000 Fälle unter dem Stand von 2005. Die Behörden bewerten die Sicherheitslage als stabil und gut kontrolliert. Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen – insbesondere bei Cyberkriminalität, häuslicher Gewalt und messerbezogenen Bedrohungen, die nach wie vor Anlass zur Sorge geben.

Quelle