14 April 2026, 16:11

Rave-Demo kämpft um Berlins RAW-Gelände gegen Wohnungsbaupläne der Kurth-Gruppe

Eine Gruppe von Menschen sitzt vor einem Gebäude auf dem Boden während einer Demonstration in Berlin, umgeben von Bäumen unter einem klaren blauen Himmel, wobei einige Masken tragen und im Hintergrund verstreute Gegenstände zu sehen sind.

Rave-Demo kämpft um Berlins RAW-Gelände gegen Wohnungsbaupläne der Kurth-Gruppe

Rave-Demo am Samstag: Rettet das Berliner RAW-Gelände vor dem Umbau

Dieser Samstag steht im Zeichen einer großen Rave-Demonstration, die das Berliner RAW-Gelände vor einer Umwandlung in Wohnraum bewahren soll. Unterstützt von SPD, Grünen und der Linken protestieren Aktivist:innen gegen die Schließung mehrerer Clubs und Kulturstätten. Der Anstoß für die Aktion ist der Druck des Eigentümers, der Kurth-Gruppe, die trotz eines Bezirksverbots Wohnungsbau vorantreibt.

Seit 2015 gehört das RAW-Gelände dem familiengeführten Unternehmen Kurth. Kürzlich verweigerte das Unternehmen die Verlängerung kurzfristiger Mietverträge für Clubs wie Crack Bellmer, Bar zum Schmutzigen Hobby, Lokschuppen und Cassiopeia. Zudem entzog Kurth den Betreiber:innen die Genehmigungen, wodurch diese in einer rechtlichen Grauzone hängen – während gleichzeitig dringende Prüfungen zu Brandschutz und Lärmschutz gefordert werden.

Die Demonstrant:innen werden vom Hermannplatz in Neukölln aus zum RAW-Gelände ziehen, wo Redner:innen auf die lokale Krise und die generelle Bedrohung der Clubkultur aufmerksam machen. Die betroffenen Clubbetreiber:innen, die um ihre Existenz kämpfen, werden ihre Forderung nach langfristiger Planungssicherheit unterstreichen.

Ein Entwurf für eine Lösung sieht einen Kompromiss vor: Kurth könnte große Teile des Geländes bebauen, müsste aber im Gegenzug soziokulturelle Räume für mindestens 30 Jahre garantieren. Doch über die Umsetzung gibt es weiterhin Streit. Während Kurth dem Bezirk Vorwürfe wegen Verzögerungen macht, bestehen die Behörden auf rechtliche Absicherung, bevor Pläne finalisiert werden. Weder Stadtrat Florian Schmidt noch die Clubbetreiber:innen wollen sich den Drucktaktiken Kurths beugen.

Ziel der Demonstration ist es, die Umbaupläne von Kurth zu überdenken. Ohne Eingreifen droht den Clubs und Kulturstätten auf dem RAW-Gelände die endgültige Schließung. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Areal ein lebendiger Ort für Berlins Nachtleben bleibt – oder ob es dem Wohnungsbau weichen muss.

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