08 May 2026, 00:18

Rekord bei ausländischen Studierenden – doch Zweifel an fragwürdigen Praktiken wachsen

Alte Postkarte mit einer Briefmarke, die 'Lichtenwald, Deutschland - Einschreiben nach Deutschland' lautet, mit handgeschriebener Text und zwei zusätzlichen Briefmarken in der oberen rechten Ecke.

Rekord bei ausländischen Studierenden – doch Zweifel an fragwürdigen Praktiken wachsen

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch wachsende Sorgen über Zweifelhafte Praktiken

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Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht: Im Wintersemester 2024/25 sind über 402.000 eingeschrieben. Fast 60.000 von ihnen kommen aus Indien – die mit Abstand größte Gruppe. Doch es mehren sich Bedenken, wie einige dieser Studierenden angeworben werden und welche Bildungsqualität sie nach ihrer Ankunft vorfinden.

Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hat scharfe Kritik an privaten Hochschulen in Berlin geübt. Er bezeichnet bestimmte Studiengänge dort als „höchst fragwürdig“ und wirft ihnen vor, Studierende mit falschen Versprechungen anzulocken. Zudem stellt Mukherjee infrage, warum einige staatlich anerkannte Hochschulen und spezifische Studienprogramme überhaupt akkreditiert wurden.

Das Problem beschränkt sich nicht auf Deutschland. Vor allem indische Studierende werden häufig Opfer unregulierter Vermittlungsagenturen in ihrer Heimat. Diese Firmen bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone und verdienen daran, Studieninteressierte an deutsche Hochschulen zu vermitteln – oft ohne die nötige Transparenz. Mukherjee fordert die Universitäten auf, die Zusammenarbeit mit solchen Agenturen vollständig zu beenden.

Sein Appell für strengere Kontrollen kommt zu einer Zeit, in der die Zahl der internationalen Studierenden weiter steigt. Während private Hochschulen unter verstärkter Beobachtung stehen, rückt nun in den Fokus, wie Deutschland sowohl die Rekrutierungspraktiken als auch die akademischen Standards regulieren wird.

Die Rekordzahl ausländischer Studierender unterstreicht zwar die Attraktivität Deutschlands als Studienstandort. Doch die Warnungen des DAAD-Präsidenten deuten auf systemische Risiken hin – von irreführender Anwerbung bis hin zu minderwertigen Studienprogrammen. Ohne schärfere Regulierung könnten Studierende weiterhin ausgenutzt werden, während der Ruf der deutschen Hochschulbildung Schaden nimmt.

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