24 March 2026, 10:11

Rheinmetall kämpft um Führung beim Milliarden-Fregattenprojekt F126 der Bundeswehr

Plakat mit einem Soldaten in Helm und Militäruniform, der eine Waffe hält und den Text "Investiere in die Invasion, Kaufe Kriegsanleihen" trägt.

Rheinmetall kämpft um Führung beim Milliarden-Fregattenprojekt F126 der Bundeswehr

Rheinmetall drängt mit Nachdruck darauf, die Führung beim verzögerten F126-Fregattenprogramm der Bundeswehr zu übernehmen. Der Rüstungskonzern, der mittlerweile einen Börsenwert von rund 72 Milliarden Euro erreicht hat, verzeichnete 2025 einen Kursanstieg von 149 Prozent – getrieben durch steigende Militäraufträge. Gleichzeitig belastet die Unsicherheit über den Auftrag die Aktienkurse von RENK und ThyssenKrupp Marine Systems.

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Das F126-Programm umfasst den Bau von sechs Fregatten für die Deutsche Marine zu geschätzten Kosten von 10 Milliarden Euro. Rheinmetall, das sich bereits durch Übernahmen wie die von Naval Vessels Lürssen ausweitet, positioniert sich als Hauptauftragnehmer. Das Verteidigungsministerium prüft derzeit dessen Angebot zusammen mit dem eines weiteren Mitbewerbers.

Eine endgültige Entscheidung über den Zuschlag wird nicht vor Ende April erwartet, allerdings könnte die Vergabe bereits in diesem Sommer erfolgen. Rheinmetall fordert einen zügigen Neustart des ins Stocken geratenen Projekts, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.

Unterdessen meldete RENK Rekordzahlen für 2025: Der Umsatz stieg auf 1,37 Milliarden Euro, der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 101 Millionen Euro. Der Auftragsbestand des Unternehmens liegt bei 6,68 Milliarden Euro, für 2026 wird ein Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro prognostiziert. Die Aktionäre können sich über eine Dividendenerhöhung von 38 Prozent auf 0,58 Euro pro Aktie freuen, ausgezahlt ab dem 11. Juni 2026.

Trotz dieser starken Zahlen notiert die RENK-Aktie weiterhin mehr als 40 Prozent unter ihrem Höchststand von Oktober 2025 und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Auch ThyssenKrupp Marine Systems verzeichnete einen Rückgang von fast 7 Prozent – bedingt durch die anhaltende Unsicherheit im Vergabeverfahren für die F126.

Der F126-Auftrag bleibt ein zentraler Fokus für Rheinmetall, RENK und ThyssenKrupp Marine Systems. Die in den kommenden Monaten anstehende Entscheidung wird zeigen, welches Unternehmen das 10-Milliarden-Projekt leiten wird. Bis dahin ist mit weiterer Marktvolatilität bei den beteiligten Firmen zu rechnen.

Quelle