Schweitzer lässt große Koalition in Rheinland-Pfalz nach Wahl offen
Adriana HaufferSchweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Schweitzer lässt große Koalition in Rheinland-Pfalz nach Wahl offen
Rheinland-Pfalz: SPD-Chef Alexander Schweitzer lässt große Koalition nach Landtagswahl offen
Der SPD-Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, hat nach der anstehenden Landtagswahl am Sonntag die Option einer großen Koalition nicht ausgeschlossen. Die Wahl könnte ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU werden, aktuelle Umfragen zeigen beide Parteien fast gleichauf. Schweitzer, ehemaliger Ministerpräsident des Landes, betont jedoch, er werde nicht einer von der CDU geführten Regierung beitreten, falls die Opposition die Wahl gewinnt.
Die SPD regiert Rheinland-Pfalz seit 1991 ohne Unterbrechung. Bei der Wahl 2021 erreichte die Partei unter Malu Dreyer 43,9 Prozent der Stimmen – ein Plus von 5,1 Prozentpunkten gegenüber 2016. Die CDU hingegen fiel auf 27,8 Prozent zurück und verlor damit 9,6 Prozent im Vergleich zur vorherigen Wahl. Dies markierte eine deutliche Verschiebung gegenüber 2016, als die SPD mit 38,8 Prozent vorne lag und die CDU mit 37,4 Prozent knapp dahinter.
Schweitzer sieht sich nun mit einer veränderten Ausgangslage konfrontiert. Aktuelle Erhebungen deuten darauf hin, dass SPD und CDU nahezu gleichauf liegen. Trotz dieser Entwicklung schließt er eine Mitarbeit in einem CDU-geführten Kabinett aus, eine große Koalition hält er jedoch für denkbar, sollten die Zahlen dies erfordern.
Der SPD-Kandidat hat klar gemacht, dass er in einer künftigen Regierung führen und nicht folgen wolle. Seine Haltung findet Rückhalt bei früheren Ministerpräsidenten des Landes, darunter Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Alle drei unterstützen öffentlich seinen Wahlkampf und stärken damit seine Position innerhalb der Partei.
Das Ergebnis der Wahl am Sonntag bleibt ungewiss. Sollte keine Partei eine klare Mehrheit erreichen, sind Koalitionsgespräche wahrscheinlich. Schweitzers Weigerung, einer CDU-geführten Regierung beizutreten, verengt zwar die Optionen, doch eine große Koalition könnte dennoch als Lösung in Frage kommen.






