Siemensstadt Square wächst: 3.750 Wohnungen und eine reaktivierte Siemensbahn bis 2029
Berndt MitschkeSiemensstadt Square wächst: 3.750 Wohnungen und eine reaktivierte Siemensbahn bis 2029
Siemensstadt Square in Berlin wird massiv ausgebaut – 3.750 Wohnungen geplant
Das Berliner Viertel Siemensstadt Square steht vor einer großen Erweiterung: Statt der ursprünglich vorgesehenen rund 2.000 Wohnungen sollen nun 3.750 entstehen – fast doppelt so viele wie im ersten Entwurf. Der überarbeitete Masterplan sieht zudem Flächen für Industrie, Freizeit und Grünanlagen vor sowie neue Schulen und Kita-Plätze. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete die aktualisierte Planung als einen "entscheidenden Meilenstein" für die Zukunft des Gebiets.
Auf dem 76 Hektar großen Gelände entsteht aus einer ehemaligen Industriebrache ein gemischtes Stadtquartier. Bis in die 2030er-Jahre sollen hier etwa 40.000 Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte leben und arbeiten. Der Baubeginn ist für 2024 vorgesehen, das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 4,5 Milliarden Euro – davon 750 Millionen Euro von Siemens.
Ein zentrales Element des Projekts ist die Reaktivierung der lange stillgelegten Siemensbahn: Ab Ende 2029 soll hier wieder die S-Bahn verkehren. Büroräume wurden im Vergleich zum ursprünglichen Plan reduziert und konzentrieren sich nun um den künftigen Bahnhof Siemensstadt, wo ein Innovationscampus für Forschung und Spitzentechnologie entstehen soll.
Zu den neuen Gemeinschaftseinrichtungen zählen eine Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Kitas. Während das genaue Verhältnis von Wohnraum, Gewerbe und Freiflächen aus dem Masterplan von 2021 noch nicht vollständig klar ist, bestätigt die überarbeitete Version mehr Wohnungen und eine präzisere Aufteilung der Nutzungszonen.
Nach Fertigstellung wird Siemensstadt Square Wohnen, Arbeiten und Freizeit in einem modernen urbanen Umfeld vereinen. Die reaktivierte Bahnanbindung und die neue Infrastruktur sollen sowohl Pendler als auch das langfristige Wachstum des Viertels unterstützen. Mit seinem Fokus auf Technologie und Nachhaltigkeit könnte das Projekt die Entwicklung Berlins über Jahrzehnte prägen.






