27 June 2026, 18:08

SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren sozialer Arbeit

Dieses Beratungsbüro in Braunschweig schließt in wenigen Tagen

SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren sozialer Arbeit

Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Beratungsstelle in Braunschweig nach über 100 Jahren

Ende des Monats schließt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine langjährige Beratungsstelle in Braunschweig. Die Entscheidung fällt nach mehr als einem Jahrhundert der Unterstützung für Frauen und Familien in der Region. Finanzielle Engpässe zwingen die Organisation zur Schließung – trotz des großen Engagements von Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen.

Allein im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Angebote der Einrichtung. Weitere 89 Familien nahmen präventiv an einem Eltern-Kind-Projekt im Stadtteil Westlicher Ring teil, darunter Initiativen wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“, die nun eingestellt werden.

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Die Braunschweiger SkF-Geschäftsstelle wird vollständig aufgelöst. Die Schwangerschaftsberatung wird jedoch unter neuer Trägerschaft fortgeführt: Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Beratungsangebote am bisherigen Standort in der Kasernenstraße 30. Karen Vogel, die aktuelle Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin des SkF, bleibt in Teilzeit in ihrer Funktion – dann für Caritas.

Für die Projekte „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“ konnten bisher keine neuen Träger gefunden werden. Die noch in einwandfreiem Zustand befindlichen Babysimulatoren könnten an andere zertifizierte Einrichtungen übergeben werden, sofern ein passendes Konzept vorliegt. Der SkF dankte in einer Stellungnahme regionalen Stiftern und Förderern wie der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus für die jahrelange Unterstützung.

Mit der Schließung endet die Präsenz des SkF in Braunschweig nach über 100 Jahren. Die Schwangerschaftsberatung durch Caritas wird am selben Standort nahtlos weitergeführt. Die Zukunft der übrigen Projekte bleibt vorerst ungewiss.

Quelle