Spargelernte startet mit Warnung: Höhere Preise durch Löhne und Energiekosten
Reingard FaustAsparagusernte beginnt - Bauern erwarten steigende Preise - Spargelernte startet mit Warnung: Höhere Preise durch Löhne und Energiekosten
Spargelernte hat in Teilen Deutschlands begonnen – doch Bauern warnen vor steigenden Kosten und Verzögerungen
Die diesjährige Spargelernte steht unter Druck: Höhere Energiekosten und die jüngste Erhöhung des Mindestlohns belasten die Produzenten. Verbraucher müssen sich auf deutlich höhere Preise an Marktständen und im Supermarkt einstellen.
In Rheinland-Pfalz wurden bereits die ersten Stangen geschnitten, doch beschränkt sich die Ernte bisher auf die südlichen Regionen. In nördlichen Gebieten, darunter Teile Niedersachsens und Schleswig-Holsteins, beginnt die Saison traditionell später – meist von Mitte bis Ende April, abhängig von Wetter und Sorte. In geschützten Anbaugebieten startet die Ernte oft um den 20. April.
Zwei Hauptkostentreiber setzen die Bauern besonders zu: Der gesetzliche Mindestlohn für Saisonarbeiter stieg in diesem Jahr auf 13,90 Euro pro Stunde, bis 2027 soll er weiter auf 14,60 Euro steigen. Zudem belasten "überhöhte" Energiepreise die Budgets. Da Spargel ausschließlich in Handarbeit geerntet wird, wirken sich Lohnerhöhungen besonders schmerzhaft aus.
Trotz dieser Herausforderungen war das frühe Wetter günstig: Milde Temperaturen und ausreichend Regen förderten das Wachstum. Dennoch werden größere Mengen erst ab April auf den Märkten erwartet – und die Produzenten rechnen damit, die gestiegenen Kosten an die Käufer weitergeben zu müssen.
Die ersten Stangen des Jahres sind nun erhältlich, doch das begrenzte Angebot und die steigenden Kosten werden die Verfügbarkeit prägen. Die Preise werden voraussichtlich steigen, da die Bauern sich an höhere Löhne und Energiekosten anpassen. Verbraucher sollten für die diesjährige Ernte tiefer in die Tasche greifen.






