27 March 2026, 18:11

SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Bundesrentenfonds für Start-up-Investitionen

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SPD plant kapitalgedecktes Rentensystem mit Bundesrentenfonds für Start-up-Investitionen

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um ein kapitalgedecktes Rentensystem innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland einzuführen. Der Vorschlag kommt kurz nach der Verabschiedung von Reformen zur privaten Altersvorsorge durch den Bundestag und zu einem Zeitpunkt, an dem die SPD ein umfassenderes Reformpaket vorbereitet. Kernstück des Plans ist ein neuer "Bundesrentenfonds", der gezielt in Start-ups und wachstumsstarke Unternehmen investieren soll.

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Der Fonds würde zunächst als freiwilliges Angebot für betriebliche und private Altersvorsorgeprodukte starten, könnte langfristig aber auch die Finanzierung der gesetzlichen Rente unterstützen. Die Abgeordneten schlagen eine schrittweise Einführung des Systems vor. Ein zentrales Element ist die Schaffung des Bundesrentenfonds, der bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups oder europäische Unternehmen stecken könnte, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Zudem sieht der Plan Lockerungen der regulatorischen Vorgaben vor, um Versicherungen und Pensionsfonds flexibler in frühe Unternehmensphasen investieren zu lassen.

Parallel dazu hat die SPD-Initiative "WIN" (Wachstum, Innovation, Nachhaltigkeit) ihre finanziellen Ziele ausgeweitet. Ursprünglich auf 12 Milliarden Euro angelegt, strebt die Initiative nun bis 2030 ein Volumen von 25 Milliarden Euro an – gestützt durch regulatorische Anpassungen, Steueranreize und die Einbindung von Pensionsfonds in Wagniskapitalstrukturen. Die Mittelbereitstellung hat bereits Anfang 2026 begonnen; der erste Investitionsbericht soll noch in diesem Quartal vorgelegt werden. Weitere Programme wie der "Wachstumsfonds II" – der bis Ende 2025 bereits 825 Millionen Euro von seinem Ziel von einer Milliarde Euro eingesammelt hatte – sowie verstärkte Beratungszuschüsse für Gründerinnen werden ebenfalls eingeführt.

PrivatInvestoren erhalten durch neue Tranchen in Dachfonds besseren Zugang zu Wachstumsunternehmen. Der Vorschlag passt zur Start-up-Strategie von SPD-Chef Lars Klingbeil, die auch Forschungs- und Entwicklungssteuergutschriften für junge Unternehmen vorsieht.

Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten sie die Finanzierung von Start-ups deutlich stärken und gleichzeitig langfristig die gesetzliche Rente in Deutschland absichern. Das Wachstum der WIN-Initiative auf 25 Milliarden Euro bis 2030 würde eine erhebliche Ausweitung gegenüber dem ursprünglichen Ziel darstellen. Die ersten Investitionen im neuen Rahmen laufen bereits, weitere Details werden in den kommenden Monaten erwartet.

Quelle