Spritrabatt ab Mai 2023: Warum die Entlastung für Autofahrer ausbleibt
Reingard FaustSpritrabatt ab Mai 2023: Warum die Entlastung für Autofahrer ausbleibt
Deutschlands Spritrabatt tritt am 1. Mai 2023 in Kraft – doch die Entlastung bleibt hinter den Erwartungen zurück
Am 1. Mai 2023 trat in Deutschland die staatliche Spritpreissenkung in Kraft, die Autofahrerinnen und Autofahrer entlasten sollte. Doch erste Berichte zeigen: Die Ersparnis an der Zapfsäule fällt deutlich geringer aus als erhofft. Die Steuerermäßigungen, die die Preise um bis zu 17 Cent pro Liter drücken sollten, wurden nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben.
Die Regierung hatte die Steuern auf Diesel und Superbenzin um jeweils 17 Cent pro Liter gesenkt. Doch die Tankstellen gaben die Entlastung bei Diesel im Schnitt nur mit 4 Cent weiter. Bei Superbenzin lag die Preissenkung immerhin bei 12 Cent – dennoch unter dem vorgesehenen Rabatt.
Experten führen die unvollständige Weitergabe auf Deutschlands starke Abhängigkeit von Kraftstoffimporten zurück. Angesichts globaler Lieferengpässe geben Händler deutlich weniger der Steuerersparnis an die Kunden weiter als geplant. Zudem wird die Ausgestaltung der Maßnahme kritisiert, da sie nicht zielgenau genug sei: Haushalte mit höherem Einkommen, die in der Regel mehr für Sprit ausgeben, profitieren stärker als Geringverdiener.
Trotz des vorübergehenden Preisrückgangs hat der Rabatt den Gesamtverbrauch von Diesel und Benzin kaum gedämpft. Autofahrer müssen weiterhin hohe Kosten tragen, da die erhoffte Entlastung an den Tankstellen nicht voll ankommt.
Seit Einführung des Spritrabatts bleiben die Ersparnisse für Kraftfahrer bescheiden. Da die Tankstellen weniger als ein Drittel der Dieselsteuersenkung weitergeben, spüren viele Autofahrer kaum eine Entlastung. Die Wirkung der Maßnahme wird durch Lieferengpässe und die undifferenzierte Anwendung über alle Einkommensgruppen hinweg begrenzt.






