Strack-Zimmermann will FDP-Vorsitz übernehmen – trotz Brüsseler Verpflichtungen
Adriana HaufferStrack-Zimmermann will FDP-Vorsitz übernehmen – trotz Brüsseler Verpflichtungen
Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre Kandidatur für den FDP-Vorsitz bestätigt. Berichte über ihre Bewerbung tauchten am Montagnachmittag in mehreren Medien auf. Derzeit leitet sie den Sicherheits- und Verteidigungsausschuss des Europäischen Parlaments.
Strack-Zimmermann kritisierte Kandidaten, die den Führungswettstreit nutzen, um interne Konflikte auszutragen. Ihnen warf sie vor, persönliche Ambitionen über die Zukunft der Partei zu stellen. Trotz ihrer anspruchsvollen Rolle in Brüssel erklärte sie sich bereit, eine Co-Vorsitzposition zu übernehmen, falls sie gewählt werde.
Die FDP verzeichnet seit Jahren sinkende Zustimmungswerte. Bei den bayerischen Kommunalwahlen 2026 fiel die Partei auf 1,7 Prozent – ein Rückgang um 1,5 Prozentpunkte – und errang am 8. März nur noch einen Sitz im Stadtrat von Weilheim. Zwar gibt es keine direkten Zusammenhänge mit übergeordneten Krisen, doch interne Verschiebungen wie die Wahl von Birgit Wolff zur FDP-Fraktionsvorsitzenden in Wandsbek am 27. Februar deuten auf anhaltende Umstrukturierungen in der Partei hin.
Strack-Zimmermann betonte ihr Engagement, die Ausrichtung der FDP mitzugestalten. Ihre Kandidatur präsentierte sie als Schritt zur Stärkung der Zukunft der Partei – nicht als Mittel für persönlichen Gewinn.
Ihre Ankündigung erfolgt in einer Phase elektoraler Rückschläge für die FDP. Bei einer Wahl müsste sie ihre Pflichten im Europäischen Parlament mit den Aufgaben der Parteiführung vereinen. Das Ergebnis des Rennens um den Vorsitz wird zeigen, ob ihre Vision mit den nächsten Schritten der Partei übereinstimmt.






