Streit um Nahverkehr in Ohligs: Soll die Haltestelle Heiligenstock gestrichen werden?
Hilda Dussen vanStreit um Nahverkehr in Ohligs: Soll die Haltestelle Heiligenstock gestrichen werden?
Eine hitzige Debatte ist über die Pläne für den öffentlichen Nahverkehr im Zentrum von Ohligs entbrannt. Die Bürgervereinigung für Solingen (BfS) schlägt vor, die geplante Haltestelle Heiligenstock zu streichen und stattdessen einen zentralen Knotenpunkt am Aachener Platz einzurichten. Zwar sind sich alle Seiten einig, dass die Anbindungen verbessert werden müssen, doch haben jüngste Vergleiche mit der ehemaligen DDR die Diskussion verkompliziert.
Die BfS argumentiert, ihr Vorschlag würde den Zugang zum Ohligser Stadtzentrum vereinfachen. Dem Plan zufolge soll der Aachener Platz als einzige Haltestelle für das Gebiet dienen. Die Vereinigung behauptet zudem, dass eine gut organisierte Parkstrategie die Zahl der verlorenen Stellplätze deutlich reduzieren könnte.
Kürzliche Äußerungen des Bezirksbürgermeisters von Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid haben Kritik ausgelöst. Durch den Vergleich der lokalen Verhältnisse mit denen in der DDR ist die Aufmerksamkeit von sachlichen Lösungsansätzen abgelenkt worden. Die BfS warnt nun, der aktuelle Ton der Debatte gefährde das gemeinsame Ziel besserer Verkehrsverbindungen.
Die Organisation fordert eine Rückkehr zu faktenbasierten Diskussionen. Ohne historischen Kontext oder frühere Vorschläge als Referenz bestehe die BfS darauf, dass nur eine objektive Analyse den Weg nach vorn weise. Ihr Ziel bleibe es, praktikable Verbesserungen für die Innenstadt zu finden.
Die BfS wirbt weiterhin für die Lösung mit einer einzigen Haltestelle am Aachener Platz. Würde der Plan umgesetzt, könnten Parkplatzverluste verringert und der Verkehrszugang optimiert werden. Derzeit hängt die Debatte davon ab, ob es den Beteiligten gelingt, sich wieder auf sachliche Argumente statt auf polarisierende Vergleiche zu konzentrieren.






