06 April 2026, 20:10

Syrien-Gespräche in Berlin: Rückkehr der Flüchtlinge und Wiederaufbau im Fokus

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien mit Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt, begleitet von Text und Grafiken.

Syrien-Gespräche in Berlin: Rückkehr der Flüchtlinge und Wiederaufbau im Fokus

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wird in Kürze zu Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz nach Berlin reisen. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen der Wiederaufbau Syriens und die mögliche Rückkehr von Flüchtlingen. Unterdessen hat der außenpolitische Sprecher der CDU, Jürgen Hardt, seine Position zur Zukunft des Landes und zur Flüchtlingspolitik dargelegt.

Bei dem Treffen zwischen al-Scharaa und Merz wird es vor allem um die Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus Deutschland gehen. Hardt, eine Schlüsselfigur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ist überzeugt, dass viele Geflüchtete mit finanzieller Unterstützung in ihre Heimat zurückkehren könnten. Zwar bestünden in weiten Teilen Syriens keine Asylgründe mehr, doch diejenigen, die sich bereits in die deutsche Gesellschaft integriert hätten, sollten bleiben dürfen.

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Hardt betont, dass die Stabilität Syriens davon abhängt, alle ethnischen Gruppen in politische Entscheidungsprozesse einzubinden. Da das Land keine klare Mehrheit habe, sei nationale Einheit unverzichtbar für einen dauerhaften Frieden. Zudem fordert er eine Verbesserung der Beziehungen Syriens zu seinen Nachbarstaaten – ein Schritt, den er als entscheidend für die langfristige Erholung des Landes ansieht.

Von der Bundesregierung wird erwartet, dass sie al-Scharaa darauf drängt, bei den Wiederaufbauplänen für eine gerechte Vertretung aller Bevölkerungsgruppen zu sorgen. Hardt besteht darauf, dass der Schutz von Minderheitenrechten zentraler Bestandteil jeder politischen Lösung sein muss.

Die Gespräche in Berlin werden die deutsche Haltung zur syrischen Flüchtlingskrise und zu den Wiederaufbaubemühungen prägen. Hardts Vorschläge umfassen finanzielle Hilfen für Rückkehrer sowie einen Fokus auf ethnische Inklusion. Die Ergebnisse könnten sowohl für syrische Flüchtlinge in Deutschland als auch für die politische Zukunft des Landes wegweisend sein.

Quelle