THEAS steht vor einem künstlerischen Generationswechsel in der Jakobstraße
Adriana HaufferTHEAS steht vor einem künstlerischen Generationswechsel in der Jakobstraße
THEAS, das Theaterensemble in der Jakobstraße, steht vor einem Führungswechsel. Claudia Timpner, die die künstlerische Leitung seit 2022 innehat, wird am 1. August 2023 zurücktreten. Ihre Nachfolgerin, Kornelia Eng-Huniar, übernimmt als neue künstlerische Direktorin und plant, die inklusive und kreative Ausrichtung von THEAS weiterzuentwickeln.
Unter Timpners Führung erweiterte THEAS sein Programm auf etwa 60 bis 70 Aufführungen pro Jahr. Zudem bietet das Theater jährlich rund 20 Kurse an, die etwa 3.500 Zuschauer:innen und 300 Teilnehmer:innen der Theaterschule anziehen. Trotz seiner kulturellen Strahlkraft sieht sich THEAS finanziellen Herausforderungen gegenüber: Fast ein Drittel der Einnahmen stammt aus Sponsoring und Fördergeldern.
Eng-Huniar, eine ausgebildete Opernsängerin mit Erfahrung an europäischen Opernhäusern, ist seit 2011 Teil von THEAS. Zuvor unterstützte sie Timpner in administrativen Funktionen und wird nun die künstlerische Leitung des Ensembles übernehmen. Ihre erste Inszenierung als Direktorin wird Bitte (Nicht) Einsteigen sein – eine Neuauflage speziell für sehbehinderte Zuschauer:innen.
THEAS bleibt weiterhin darauf fokussiert, sein Angebot für Kinder und Jugendliche auszubauen. Zudem erprobt das Theater neue Wege, um die Barrierefreiheit und Inklusion in seinen Programmen zu verbessern.
Mit Timpners Abschied setzt THEAS seine Arbeit mit einer Mischung aus bewährten und innovativen Formaten fort. Die finanzielle Abhängigkeit von externen Fördermitteln besteht weiterhin, doch das Engagement für ein vielfältiges Publikum und kreative Projekte bleibt unverändert stark. Eng-Huniars Führung wird die nächste Phase des Ensembles prägen.






