Theo Müller mischt sich in die zähen Koalitionsverhandlungen Baden-Württembergs ein
Reingard FaustMüller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Theo Müller mischt sich in die zähen Koalitionsverhandlungen Baden-Württembergs ein
Theo Müller, Gründer des Müller-Milchimperiums, hat sich zur Regierungsbildung in Baden-Württemberg geäußert. Seine Äußerungen folgen auf die Landtagswahl 2026, bei der keine klare Mehrheit zustande kam. Die Grünen blieben zwar stärkste Kraft, doch die Koalitionsgespräche stocken wegen der Sitzverteilung.
Das Wahlergebnis zeigt ein zersplittertes Parlament: Die Grünen erreichten 30,2 Prozent – ein Zuwachs gegenüber 2021 –, während die CDU stark auf 29,7 Prozent zulegte und knapp dahinterlandete. Die AfD verdoppelte ihre Unterstützung fast und kam auf 18,8 Prozent, während die SPD auf 5,5 Prozent abstürzte und damit die Hälfte ihres vorherigen Ergebnisses verlor. Bei insgesamt 157 Sitzen fehlt der bisherigen grün-schwarzen Koalition eine klare Perspektive für eine Fortsetzung, da ein mögliches Bündnis aus Grünen und SPD mit einem Sitz an der Mehrheit scheitert.
Müller schlug eine Koalition aus CDU und AfD vor und bezeichnete sie als "schwarz-blaue" Allianz. Er kritisierte die CDU dafür, sich unter dem Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir mit einer Juniorrolle zu begnügen. Stattdessen rief er die Partei auf, die AfD als Partner in Betracht zu ziehen. Müller lobte zudem den AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier und nannte die Co-Vorsitzende Alice Weidel eine "Freundin". Seine Aussagen spiegeln seine früheren Treffen mit AfD-Vertretern wider.
Seit 2016 regieren Grünen und CDU gemeinsam. Doch diesmal zwingen die Zahlen die Parteien zu schwierigen Entscheidungen. Die Gewinne der AfD und der Niedergang der SPD haben die politische Landschaft verändert und die traditionellen Bündnisse infrage gestellt.
Müllers Eingreifen erhöht den Druck auf die CDU, neue Optionen zu prüfen. Die Wahl hat Baden-Württemberg ohne eine offensichtliche Mehrheit zurückgelassen, und die Koalitionsverhandlungen bleiben ungewiss. Ein Bündnis mit der AfD würde eine deutliche Wende in der politischen Ausrichtung des Landes bedeuten.