20 March 2026, 08:12

Tragödie am Shishapangma: Wie ein Lawinenunglück zwei Extrembergsteiger für immer verband

Schwarzes und weißes Foto eines schneebedeckten Berges mit dem Himmel im Hintergrund, beschriftet mit "Mount Everest" unten.

Weltrekorde in Lebensgefahr - Tragödie am Shishapangma: Wie ein Lawinenunglück zwei Extrembergsteiger für immer verband

2014 versuchten zwei Extrembergsteiger, einen Weltrekord zu brechen, indem sie zwei Achttausender in nur sieben Tagen bestiegen. Benedikt Böhm und Sebastian Haag wollten den Shishapangma und den Cho Oyu ohne zusätzlichen Sauerstoff bezwingen – und anschließend mit Skiern wieder abfahren. Doch ihr ehrgeiziges Vorhaben endete in einer Tragödie, als Haag nur knapp unter dem Gipfel des Shishapangma von einer Lawine getötet wurde.

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Böhm und Haag waren für ihre waghalsigen Touren im Himalaya bekannt. Sie bestiegen einige der höchsten Berge der Welt in Rekordzeit, allein gestützt auf ihre eigene Ausdauer. Ihr erster gemeinsamer Achttausender markierte den Beginn einer kühnen Partnerschaft.

Am 24. September 2014 kam es zur Katastrophe. Als das Duo sich dem Gipfel des Shishapangma in Tibet näherte, wurde Haag von einer Lawine verschüttet. Böhm überlebte, musste aber den tödlichen Moment miterleben. Der Unfall beendete ihren Versuch, einen neuen Bergsteigerrekord aufzustellen.

Jahre später ringt Böhm noch immer mit dem Verlust. Sein Kampf wird im Film Tödlicher Himalaya festgehalten, in dem er über ihre gemeinsamen Erfolge und die Risiken nachdenkt, die sie eingingen. Die Dokumentation zeigt ihn bei der Rückkehr zu ihren frühen Triumphen, während er die Kosten fragt, die mit der Jagd nach solchen Extremen verbunden sind.

Ein Jahrzehnt später plant Böhm, 2025 an den Shishapangma zurückzukehren. Der Berg, an dem sie ihren ersten Geschwindigkeitsaufstieg gemeinsam wagten, bleibt eine mächtige Erinnerung an ihre Freundschaft und den Tag, der alles veränderte.

Böhms Rückkehr zum Shishapangma jährt sich zum elften Mal seit Haags Tod. Die Besteigung wird für ihn eine persönliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sein – eine Rückkehr an den Ort ihres größten Triumphs und tiefsten Verlusts. Die Reise unterstreicht die bleibende Wirkung ihrer Partnerschaft – und die Gefahren des Extrembergsteigens in großer Höhe.

Quelle