06 April 2026, 18:11

Vater und Sohn kämpfen für Wärmerückgewinnung aus Duschwasser in deutschen Haushalten

Solarwassererwärmer auf dem Dach eines Gebäudes mit einem Speichertank darüber, umgeben von Bäumen im Hintergrund.

Vater und Sohn kämpfen für Wärmerückgewinnung aus Duschwasser in deutschen Haushalten

Ein Vater-Sohn-Duo in Deutschland setzt sich für die breitere Einführung einer energiesparenden Technologie ein, die Wärme aus Abwasser von Duschen zurückgewinnt. Während diese Methode in Ländern wie der Schweiz oder Großbritannien bereits etabliert ist, haben strenge Vorschriften sie bisher aus den meisten deutschen Haushalten ferngehalten. Doch die steigenden Energiekosten rücken die Innovation nun in den Fokus.

Steffen Nittbaur, ein 60-jähriger Industrieingenieur mit einem Master in Umweltwissenschaften, arbeitete 25 Jahre bei Mercedes-Benz, bevor er das Unternehmen verließ, um die Unocconi GmbH zu gründen. Sein Mitgründer ist sein Sohn, der 24-jährige Valentin, der nach einem dualen Studium der Betriebswirtschaftslehre voll einstieg. Gemeinsam entwickelten sie ein System, das die Wärme aus abfließendem Duschwasser auffängt und nutzt, um kaltes Frischwasser vorzuwärmen.

Die Wärmerückgewinnung aus Duschen zählt zu den effizientesten Energiesparmaßnahmen in Gebäuden. Die Technologie arbeitet geräuschlos, reduziert Energieverluste – und das ganz ohne Zutun der Nutzer. Dennoch ist sie in Deutschland noch selten verbreitet. Das Hauptproblem: die Zertifizierung. Aktuelle Vorschriften erlauben es nicht, solche Systeme an die Trinkwasserversorgung anzuschließen, anders als in Nachbarländern.

In Ländern wie den Niederlanden, Belgien oder Großbritannien sind diese Systeme bereits seit Jahren im Einsatz. Deutsche Haushalte profitieren davon bisher nicht – obwohl das Interesse an dezentralen Energielösungen wächst. Angesichts steigender Energiepreise könnte die Technologie nun jedoch an Fahrt aufnehmen.

Das System von Unocconi bietet eine einfache Möglichkeit, die Effizienz zu steigern und CO₂-Emissionen zu reduzieren. Falls die regulatorischen Hürden sinken, könnte sich die Technologie in Deutschland ausbreiten – so wie es in anderen Teilen Europas bereits geschehen ist. Bis dahin arbeiten die Nittbaurs weiter an der Verfeinerung ihrer Lösung und warten darauf, dass politische Änderungen den Markt öffnen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle