09 May 2026, 14:13

Wanderausstellung in Halle zeigt: Warum Medizin Frauen und Männer anders behandelt

Gruppe von Menschen, die auf einer Treppe mit Mikrofon und Ständer vor einer Menge mit Kameras an einem Konferenzort mit Säulen, Tür und Topfpflanze stehen.

Wanderausstellung in Halle zeigt: Warum Medizin Frauen und Männer anders behandelt

Neue Wanderausstellung zu geschlechtsspezifischer Medizin eröffnet am 12. Mai 2023 an der Universitätsmedizin Halle

Vom 12. bis 28. Mai 2023 präsentiert die Universitätsmedizin Halle eine kostenlose Wanderausstellung zum Thema geschlechter- und geschlechtssensible Medizin. Die Schau beleuchtet zentrale Unterschiede darin, wie Krankheiten und Behandlungen sich auf die biologischen Geschlechter auswirken. Die Veranstalter möchten aktuelle Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und gleichzeitig Fortschritte in der medizinischen Praxis und Lehre anstoßen.

Die Ausstellung umfasst zwölf detaillierte Poster, die zeigen, wie sich Erkrankungen wie Osteoporose, Herzinfarkte und Gefäßkrankheiten bei Frauen und Männern unterschiedlich äußern. Zudem werden Unterschiede in der Wirkung und den Nebenwirkungen von Medikamenten sowie im Krankheitsverlauf bei Infektionen, Depressionen und der neuroimmunologischen Erkrankung ME/CFS thematisiert.

Über klinische Aspekte hinaus widmet sich die Schau auch übergeordneten Themen wie der Repräsentation von Frauen in medizinischen Führungspositionen, den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit sowie der Rolle von Forschung und Lehre in der geschlechtersensiblen Versorgung. Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, betonte, dass maßgeschneiderte Behandlungsansätze zu besseren Therapieergebnissen für alle Patientinnen und Patienten führen können.

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Die Ausstellung ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Ärztinnenbundes (DÄB) und der Deutschen Gesellschaft für Geschlechterspezifische Medizin (DGesGM). Unterstützt wird sie zudem von der Margarete-Ammon-Stiftung. Gezeigt wird sie im Lehrgebäude der Universitätsmedizin Halle und steht der Öffentlichkeit ohne Eintrittsgeld offen.

Ziel der Ausstellung ist es, komplexe Forschung verständlich aufzubereiten und gleichzeitig Fortschritte in Medizin, Wissenschaft und Bildung zu fördern. Durch die Darstellung geschlechter- und geschlechtsspezifischer Unterschiede soll sowohl Fachpersonal als auch die allgemeine Bevölkerung informiert werden. Die Schau ist bis zum 28. Mai 2023 zu sehen.

Quelle