Warnstreiks im Einzelhandel und Logistik nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Reingard FaustWarnstreiks im Einzelhandel und Logistik nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Warnstreik im Einzelhandel und Logistik nach gescheiterten Tarifverhandlungen
Nach dem Scheitern der Lohnverhandlungen haben Gewerkschaften zu Streiks im Einzelhandel und in der Logistik aufgerufen. Betroffen sind Beschäftigte großer Handelsketten wie Rewe, Penny, Kaufland und weiterer Unternehmen. In mehreren deutschen Städten sollen Arbeitnehmer für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen protestieren.
Der Streikaufruf folgt auf gescheiterte Gespräche zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgebern. Betroffen sind unter anderem Unternehmen unter dem Dach von Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro sowie Rewe Logistics. Trotz weiterer Verhandlungen haben die Arbeitgeber ihr Lohnangebot nicht erhöht.
Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Erhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten sowie eine jährliche Steigerung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro pro Ausbildungsjahr. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Nach dem aktuellen Angebot der Arbeitgeber würde das Einzelhandelspersonal erst nach sechs Monaten eine Erhöhung von zwei Prozent erhalten, während Großhandelsmitarbeiter nach langem Lohnstopp 1,8 Prozent bekämen. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Angebote hinter der erwarteten Inflationsrate zurückbleiben.
Proteste sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant. Der Streik unterstreicht die Kluft zwischen den Lohnangeboten und den steigenden Lebenshaltungskosten. Auf eine Reaktion der Arbeitgeber zu den jüngsten Forderungen der Gewerkschaft wird noch gewartet.
