Wie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzensportlerinnen beeinflusst
Adriana HaufferWie der Menstruationszyklus die Leistung von Spitzensportlerinnen beeinflusst
Große neue Studie untersucht Einfluss des Menstruationszyklus auf Spitzensportlerinnen
Das Forschungsprojekt Athletin-D, an dem mehrere deutsche Universitäten beteiligt sind, erforscht, wie sich der Menstruationszyklus auf weibliche Leistungssportlerinnen auswirkt. Ziel ist es, Trainingsmethoden zu verbessern. Die Finanzierung in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro stammt vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft.
Das auf vier Jahre angelegte Forschungsprogramm vereint Expertinnen und Experten der Universitäten Freiburg, Bochum und Wuppertal sowie der Technischen Universität München. Im Mittelpunkt stehen geschlechtsspezifische Unterschiede – insbesondere, wie hormonelle Schwankungen Leistung und Regeneration beeinflussen.
An der Universität Freiburg untersucht das Team um Jana Strahler hormonelle Prozesse, Stresslevel, Lebensstilfaktoren und psychische Gesundheit. Ziel ist es, zu verstehen, wie diese Faktoren im Training und Wettkampf zusammenwirken.
Über die akademische Forschung hinaus arbeitet das Konsortium eng mit Athletinnen, Trainerinnen, Trainern und Spitzenverbänden zusammen. Diese Kooperation soll sicherstellen, dass die Erkenntnisse direkt in die Praxis einfließen. Ein zentrales Ergebnis wird ein digitales System sein, das individuell auf Sportlerinnen zugeschnitten ist und ihnen hilft, ihre Leistung zu optimieren und ihre Gesundheit besser zu managen.
Das Athletin-D-Projekt strebt langfristige Vorteile für Frauen im Spitzensport an. Durch die Erforschung des Einflusses des Menstruationszyklus wollen die Forscherinnen und Forscher Trainingsansätze verfeinern und das Wohlbefinden der Athletinnen schützen. Die Ergebnisse könnten zu individuelleren und gesundheitsbewussteren Coaching-Methoden führen.






