30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei ADFC-Sternfahrt für bessere Radinfrastruktur
Adriana Hauffer30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei ADFC-Sternfahrt für bessere Radinfrastruktur
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer strömten am Sonntag auf Berlins Straßen, um an der jährlichen Sternfahrt teilzunehmen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Veranstaltung führte die Teilnehmer vom Großer Stern und der Siegessäule aus über etwa 20 verschiedene Routen durch die ganze Stadt zusammen.
Die Sternfahrt ist seit Jahrzehnten eine feste Tradition des ADFC und dient dazu, Druck für eine bessere Radinfrastruktur auszuüben. In diesem Jahr war die Aktion als Protest angemeldet, was es den Teilnehmenden ermöglichte, vorübergehend Straßen und Autobahnen zu besetzen, die sonst vom Autoverkehr dominiert werden. Einige Autofahrer mussten daher wegen der temporären Sperrungen Umleitungen in Kauf nehmen.
Auf der Kundgebung forderte Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, die Verantwortlichen in der Verkehrspolitik auf, die Bedürfnisse von Radfahrenden stärker zu berücksichtigen. Sie betonte, dass sichere und komfortable Radwege jeden Tag verfügbar sein müssten – nicht nur an besonderen Aktionstagen. Alber warnte zudem vor Kürzungen im Haushalt und forderte stattdessen mehr Mittel sowie den Ausbau der Radinfrastruktur.
Die Protestfahrt unterstrich einmal mehr die wachsende Nachfrage nach besseren Radwegen in Berlin. Mit Tausenden Teilnehmenden war die Botschaft an die Stadtplaner deutlich: Radfahrende brauchen bessere Straßen, mehr Investitionen und nachhaltige Lösungen. Der ADFC machte klar, dass der Einsatz für Veränderungen über diese einzelne Veranstaltung hinausgehen wird.






