Braunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Sturm "Elli" – wer versagte bei Schnee und Eis?
Hilda Dussen vanBraunschweig prüft Winterdienst-Pannen nach Sturm "Elli" – wer versagte bei Schnee und Eis?
Der Braunschweiger Stadtrat hat eine Untersuchung zu Versäumnissen beim Winterdienst nach dem Sturm „Elli“ beschlossen, der zu massiven Behinderungen geführt hatte. Der Schritt folgt auf Kritik an ungeräumten Fahrradwegen, blockierten Straßen und vernachlässigten Gehwegen während des starken Schneefalls.
Die Prüfung wurde von der Fraktion DIE FRAKTION. BS beantragt, die infrage stellte, ob der Dienstleister ALBA über ausreichend Personal und Ausrüstung verfügte. In ihrem Antrag wiesen die Stadträte darauf hin, dass wichtige Verkehrsadern wie die Leonhardstraße und die Museumstraße tagelang nicht geräumt wurden. Auch die Fahrradwege standen in der Kritik – manche wurden erst alle 19 Stunden freigeräumt.
Die Schneepflug-Teams arbeiteten zwar im Dauerbetrieb, doch die Straßen wurden schnell wieder unpassierbar. Die Fraktion argumentierte, dass die aktuelle Personalausstattung bei anhaltendem Schneefall nicht ausreiche – mit Folgen für Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen.
Die Untersuchung soll klären, ob ALBA über ausreichende Kapazitäten verfügt, und realistische Leistungsstandards für künftige Winterdienste festlegen. Die Ergebnisse fließen in die Vorbereitungen für das Betriebsmodell 2031 ein. Auch der Mobilitätsentwicklungsplan 2035 , der nachhaltige Verkehrsformen fördern soll, litt unter den mangelhaften Räumarbeiten.
Vor der Beschlussfassung wurde der Antrag im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Beschaffung sowie im Verwaltungsausschuss beraten. Die endgültige Entscheidung fiel in einer Sitzung des Stadtrats.
Die Überprüfung wird zeigen, ob zusätzliches Personal oder Mittel nötig sind, um künftige Störungen zu vermeiden. Die Ergebnisse sollen die Verbesserungen für das Winterdienstmodell 2031 steuern. Zudem sucht der Rat Klarheit über mögliche Mehrkosten für einen erweiterten Räumdienst.






