68 Kilometer Wasserstoff-Pipeline soll Salzgitter mit grüner Energie versorgen
Reingard Faust68 Kilometer Wasserstoff-Pipeline soll Salzgitter mit grüner Energie versorgen
Neue 68 Kilometer lange Wasserstoff-Pipeline zwischen Wefensleben und Salzgitter geplant
Ein neues Projekt der Ontras Gastransport GmbH sieht den Bau einer 68 Kilometer langen Wasserstoffleitung vor, die Wefensleben mit dem Stahlwerk von Salzgitter AG in Salzgitter verbinden soll. Die Pipeline wird das Werk mit klimafreundlicher Energie versorgen. Erste Vorbereitungen begannen bereits 2020, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen.
Die Leitung ist Teil des SALCOS-Programms, das die Produktion von „grünem Stahl“ durch den Einsatz von Wasserstoff anstelle von Kohle vorantreiben soll. Fertiggestellt wird die Pipeline eine Länge von 68 Kilometern mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern aufweisen und dabei die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter durchqueren.
Aktuell konkretisiert Ontras die genaue Trassenführung, wie aus einer kürzlich veröffentlichten öffentlichen Bekanntmachung in Wolfenbüttel hervorgeht. Vor Baubeginn wird das Unternehmen zwischen Ende Juni und Anfang August zudem Untersuchungen zum Schutz bedrohter Arten durchführen, darunter auch zum Europäischen Hamster.
Das formelle Genehmigungsverfahren ist bereits eingeleitet. Verläuft alles nach Plan, soll die Pipeline im Dezember 2029 in Betrieb gehen und die kommerzielle Wasserstoffversorgung industrieller Kunden ermöglichen.
Das Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion bei Salzgitter AG. Die Wasserstofflieferungen über die neue Leitung sollen bis Ende 2029 anlaufen. Mit dem Bau wird begonnen, sobald alle behördlichen Genehmigungen und Umweltprüfungen abgeschlossen sind.






