AfD vor Landtagswahlen: Umfrage zeigt gespaltene Meinungen und Machtambitionen
Hilda Dussen vanAfD vor Landtagswahlen: Umfrage zeigt gespaltene Meinungen und Machtambitionen
Eine neue Umfrage offenbart sich wandelnde Einstellungen gegenüber der rechtspopulistischen AfD vor den anstehenden Landtagswahlen in Deutschland. Die im Auftrag der Bild am Sonntag Ende Mai 2026 durchgeführte Erhebung unter 1.003 Befragten zeigt tiefe Spaltungen in der Bevölkerung – sowohl über die künftige Rolle der Partei als auch über mögliche Verbotsverfahren.
Viele Wähler rechnen mittlerweile mit einem deutlichen Einflussgewinn der AfD: Fast sieben von zehn Befragten erwarten, dass die Partei nach den Herbstwahlen mindestens einen Ministerpräsidenten stellen wird.
Die Umfrage spiegelt dabei gespaltene Meinungen zu den politischen Aussichten der AfD wider. Während 45 Prozent der Ansicht sind, dass die sogenannte „Brandmauer“ gegen eine Zusammenarbeit mit der Partei dieser sogar nützt, gehen 41 Prozent von einer AfD-geführten Landesregierung in einem Bundesland aus. 28 Prozent rechnen sogar mit mehreren Ministerpräsidenten der AfD.
Bei der Frage eines Parteiverbots bleibt die Bevölkerung uneins: 38 Prozent befürworten ein Verbot, doch 47 Prozent lehnen es ab. Unter CDU-Wählern jedoch spricht sich eine knappe Mehrheit von 51 Prozent für ein juristisches Vorgehen zur Ächtung der AfD aus.
Bei möglichen Koalitionsszenarien bevorzugen 48 Prozent der CDU-Anhänger ein Bündnis mit der Linken statt mit der AfD – eine Zusammenarbeit mit der Rechtspopulisten würden nur 27 Prozent akzeptieren. Sollte die AfD stärkste Kraft ohne absolute Mehrheit werden, würden 40 Prozent aller Befragten einer CDU-Linken-Koalition den Vorzug geben.
Die Ergebnisse deuten auf einen tiefgreifenden Wandel der politischen Landschaft in Deutschland im kommenden Herbst hin. Eine Mehrheit der Wähler erwartet deutliche Machtverschiebungen, wobei die AfD eine zentralere Rolle einnehmen könnte. Die Debatte über ihre Legitimität und mögliche Koalitionen bleibt jedoch quer durch alle politischen Lager umstritten.






