Anonymer Brief gegen Intendantin sorgt für Aufruhr am Stadttheater Fürth
Adriana HaufferAnonymer Brief gegen Intendantin sorgt für Aufruhr am Stadttheater Fürth
Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der Intendantin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein schädliches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe umfassen Angst, Misstrauen und psychische Belastungen unter den Mitarbeitenden. Doch bereits haben wichtige Vertreter des Theaters Stellung für sie bezogen.
Der Brief, der angeblich die Meinung von 25 fest angestellten Mitarbeitenden widerspiegelt, beschreibt eine toxische Führungskultur unter Stolz. Da er jedoch keine Unterschriften trägt, stellen sich Fragen zu seiner Glaubwürdigkeit. Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Anschuldigungen zurück und betonte, dass ein nicht unterzeichneter Brief nicht überprüfbar sei. Zudem verwies er darauf, dass ähnliche Schreiben bereits in anderen Theatern aufgetaucht seien.
Eidinger hob hervor, dass die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere wie geplant verlaufen und viele Kolleginnen und Kollegen mit großem Engagement bei der Arbeit seien. Er lobte Stolz’ Erfolge, darunter die Stärkung der Verbindung zur Stadtgesellschaft und eine verbesserte Barrierefreiheit des Theaters. Seit ihrem Amtsantritt im November 2023 verzeichnet das Haus zudem einen deutlichen Zuschauerzuwachs: In der Spielzeit 2024/2025 wurden über 100.000 Besucher und 95.000 verkaufte Tickets gezählt.
Auch Maurice Schönleben, Theaterkuratoriumsmitglied und SPD-Politiker, sprach Stolz öffentlich seine Unterstützung aus. Die Entwicklung des Theaters unter ihrer Leitung nannte er „beachtlich“. Seine Stellungnahme unterstreicht die Gegenargumente zu den im Brief erhobenen Vorwürfen.
Der Streit dreht sich um den anonymen Brief, der Stolz’ Führung infrage stellt – doch das Fehlen von Unterschriften schwächt seine Wirkung. Gleichzeitig läuft der Theaterbetrieb wie gewohnt weiter, und die Mitarbeitenden zeigen sich laut Aussagen weiterhin engagiert. Die Situation verdeutlicht sowohl die Herausforderungen anonymer Kritik als auch die messbaren Erfolge unter Stolz’ Leitung.






