15 May 2026, 12:22

Arbeitskleidung als Schlüssel für mehr Sicherheit bei Hitze am Arbeitsplatz

Nahaufnahme eines kleinen Stücks Schurwolle mit einem Anhänger, auf dem likely der Wolletyp angegeben ist.

Arbeitskleidung als Schlüssel für mehr Sicherheit bei Hitze am Arbeitsplatz

Arbeitskleidung wird zum zentralen Faktor für die Arbeitssicherheit

Während andere Schutzmaßnahmen an ihre praktischen Grenzen stoßen, gewinnt funktionale Arbeitskleidung zunehmend an Bedeutung für die Sicherheit am Arbeitsplatz. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Schutzstandards mit thermischem Komfort für ihre Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Neue Vorschriften und textiltechnische Innovationen sollen die wachsenden Bedenken hinsichtlich hitzebedingter Belastungen am Arbeitsplatz adressieren.

Die überarbeiteten ASR A5.1-Richtlinien legen nun klarere Regeln für Arbeitsplatztemperaturen fest und berücksichtigen dabei Faktoren wie Außenhitze, Luftfeuchtigkeit, Wind sowie die Art der verrichteten Tätigkeit. Diese Änderungen zwingen Unternehmen dazu, ihre Strategien zum Schutz der Beschäftigten vor extremer Hitze grundlegend zu überdenken.

Technische Lösungen wie Beschattungssysteme, Belüftungsanlagen oder sogar Wasserkühlungen können helfen, die Hitzebelastung zu verringern. Auch organisatorische Anpassungen – etwa flexible Arbeitszeiten, längere Pausen oder die Bereitstellung von Trinkwasser – spielen eine wichtige Rolle. In manchen Fällen müssen Tätigkeiten in kühlere Tageszeiten oder an schattigere Orte verlegt werden.

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Unverzichtbar bleiben persönliche Schutzmaßnahmen wie Sonnencreme, Kopfbedeckungen und vor allem passende Arbeitskleidung. Leichte Stoffe mit geringer Wärmespeicherung und verbesserter Atmungsaktivität sind heute gefragt. Moderne Funktionen wie 3D-Abstandsgewebe, die winzige Luftpolster erzeugen, oder hydrophile Beschichtungen, die Schweiß effizienter ableiten, steigern den Tragekomfort zusätzlich. Konstruktive Details wie Belüftungszonen, Netzeinsätze oder luftdurchlässige Schnitte sorgen dafür, dass Luft zirkulieren kann und die Körpertemperatur reguliert wird.

Das Bundesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) überprüft derzeit die Referenzwerte für hitzebedingten Stress in Textilien. Die Ergebnisse sollen Arbeitgebern als Leitfaden dienen, um je nach Arbeitsbedingungen die richtigen Materialien und Designs auszuwählen.

Da technische und organisatorische Maßnahmen zur Hitzereduzierung oft begrenzt sind, rückt Arbeitskleidung immer stärker in den Fokus der Arbeitssicherheit. Unternehmen müssen nun Kleidungsstücke wählen, die sowohl Schutzstandards erfüllen als auch für ein angenehmes Körperklima sorgen. Die richtige Kombination aus Stofftechnologie, Design und Einhaltung der Vorschriften wird entscheidend dafür sein, wie effektiv Betriebe Hitzerisiken in Zukunft bewältigen können.

Quelle